Ein E-Bike mit Stahlrahmen und nur 18,5 Kilogramm Gewicht: Pelago bringt seine ersten Elektroräder nach Deutschland. Die Modelle setzen auf eine klassische Fahrradoptik, geringes Gewicht und eine bewusst einfache Ausstattung.
Sportlich oder bequem: So unterscheiden sich die drei Pelago-E-Bikes
Pelago will seine ersten E-Bikes bewusst näher am klassischen Fahrrad positionieren. Statt möglichst vieler digitaler Funktionen setzt die Marke auf ein reduziertes Konzept mit geringem Gewicht und klassischer Optik. Mit den Modellen Olari, Lovisa und Wellamo bringt Pelago seine erste E-Bike-Serie jetzt nach Deutschland.
Mit dem Olari richtet sich Pelago an Fahrer, die eine sportlichere Sitzposition bevorzugen. Als einziges Modell der Baureihe nutzt es einen klassischen Diamantrahmen. Dieser fällt etwas steifer aus als die beiden Tiefeinsteiger und eignet sich daher besonders für Fahrer, die ein direkteres Fahrgefühl suchen. Mit 18,5 kg inklusive Frontgepäckträger ist es etwas leichter als die anderen beiden Modelle.

Das Lovisa mit 19 kg kombiniert einen Trapez-Rahmen mit einem breiten 720-mm-Lenker und einem längeren Vorbau. Das sorgt für mehr Kontrolle und Stabilität, beispielsweise auf Schotterwegen oder bei höherem Tempo. Trotz des komfortableren Einstiegs bleibt die Sitzposition noch vergleichsweise sportlich.

Ganz anders das Wellamo, das ebenfalls 19 kg wiegt. Der schmalere Lenker, der kurze Vorbau und der tiefe Durchstieg schaffen eine aufrechtere Sitzhaltung. Es richtet sich mehr an Alltagsfahrer, die Wert auf bequemes Auf- und Absteigen legen.

Mahle X30: Darum verzichtet Pelago auf eine Eigenentwicklung
Alle drei Modelle nutzen den Heckmotor Mahle X30 mit 44 Nm Drehmoment. Der vollständig im Unterrohr integrierte und entnehmbare 250-Wh-Akku soll Reichweiten von bis zu 90 km ermöglichen. Er lässt sich in rund 3 Stunden laden.
Pelago nutzt also kein proprietäres System, sondern einen bekannten und weitverbreiteten Antrieb. Akku-Tausch, Ersatzteile und Wartung laufen über das Mahle-Servicenetz und sind damit nicht ausschließlich vom Fahrradhersteller abhängig.
Bei allen E-Bikes setzt die Marke auf einen Rahmen aus Chromoly-Stahl und eine Shimano-Kettenschaltung mit 10 Gängen. Während viele Hersteller inzwischen auf Riemenantriebe setzen, bleibt Pelago bei einer klassischen Kette. Laut Hersteller fährt sich diese Kombination direkter und bietet zugleich eine größere Übersetzungsbandbreite.
Pelago ist mit diesem Ansatz nicht allein. Auch das von uns getestete Fiido C21 sowie Modelle von Coboc und Bijen zeigen, dass leichte E-Bikes inzwischen ein eigenes Segment bilden. Im Fokus stehen dabei meist geringes Gewicht, eine dezente Integration des Antriebs und eine möglichst unauffällige Optik.
Pelago-E-Bikes ab 3.799 Euro zu haben
Die neuen Modelle sind ab sofort in zwei Größen über Fachhändler sowie direkt über den Online-Shop von Pelago erhältlich. Olari, Lovisa und Wellamo kosten je nach Konfiguration mindestens 3.799 Euro. Zusätzlich gewährt Pelago fünf Jahre Garantie auf die in Finnland entwickelten und montierten Fahrräder.













