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Home E-Bike Tests

Mate Go+ im Test: Wendiges Falt-E-Bike mit Mini-Longtail-Genen für 1.999 Euro

von Simon Stich
20. Mai 2026
in Tests
Das E-Bike Mate Go+ im Praxistest

Das Mate Go+ aus Dänemark ist ein faltbares Stadt-E-Bike mit verlängertem Radstand und verstärktem Gepäckträger. Wir haben im Praxistest ausprobiert, ob sich das Mini-Longtail mit Ananda-Motor und entnehmbarem Akku auch wirklich bewährt.

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Erster Eindruck zum E-Bike Mate Go+

Sauber verpackt und in einem kompakten Karton kommt das Mate Go+ zum Test an. Der Aufbau geht schnell: Lenker und Sattel ausrichten, Pedale und Zweibeinständer befestigen, mehr Arbeit fällt nicht an. Vorderrad und Scheinwerfer sitzen bereits ab Werk an ihrem Platz.

Mate Go+ im Paket

So steht das Rad schon nach wenigen Schritten fahrbereit da. Auf eine schriftliche Anleitung hat der Hersteller allerdings verzichtet. Online führt der Link zur englischen Anleitung zum falschen Modell, die deutsche ist gar nicht erst aufgeführt. Auch liegt kein Werkzeug mit im Paket.

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Zubehör zum Mate Go+

Der Rahmen des E-Bikes wirkt stabil, die Anbauteile sitzen ordentlich und die gesamte Konstruktion macht einen hochwertigen Eindruck. Das Go+ soll eben nicht nur den Fahrer bewegen, sondern auch Einkäufe, Taschen oder eine halbe Familie aufnehmen.

Mit 25 kg inklusive Akku bleibt es für ein kompaktes E-Bike zwar noch im üblichen Bereich, als ein besonders leichtes E-Faltrad geht es aber nicht durch. Tragen und verstauen gelingen aber dennoch ziemlich gut.

Kommt auf 166 cm: das Mate Go+

Ausgeklappt misst das Mate Go+ ganze 166 cm und ist damit für ein vermeintlich kleines E-Bike mit 20-Zoll-Reifen dann doch recht lang. Das liegt am verlängerten Hinterbau mit großem Gepäckträger, der viel weiter vom Sattel absteht als beim Standardmodell Mate Go.

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Die wichtigsten Unterschiede der beiden Modelle im Überblick:

Mate GoMate Go+
Gewicht22 kg25 kg
Maße gefaltet95 x 72 x 41 cm83 x 75 x 37 cm
Maße aufgeklappt150 x 105 cm x 60166 x 100 x 60 cm
Radstandkürzerlänger
Ladegerät42 V, 3 A54,6 V, 3 A
Preis1.599 Euro1.999 Euro

Der Gepäckträger selbst hinterlässt ebenfalls einen sehr stabilen Eindruck. Er erlaubt ein Gewicht von bis zu 27 kg und eignet sich unter anderem für einen größeren Kindersitz. Die Gesamtbelastung des E-Bikes gibt der Hersteller mit 130 kg an, inklusive Fahrer und Gepäck.

Hinterrad des Mate Go+
Das Hinterrad …
Gepäckträger des Mate Go+
… und der Gepäckträger

Mate, Falt-E-Bikes aus Kopenhagen: Der Hersteller Mate stammt aus der dänischen Hauptstadt und ist seit 2016 auf E-Bikes für den Stadtverkehr spezialisiert. Auffällig sind vor allem die farbenfrohen und faltbaren Rahmen. Die Räder sollen wenig Platz brauchen, aber im Alltag trotzdem mehr können als ein klassisches Kompaktrad.

Optisch hält sich das Mate Go+ nicht zurück, sondern fällt auf. Die erhältlichen Farben reichen von Cloud Mist in hellem Beige über Subdued Black (Schwarz) und Shadow Glow (Mattschwarz, von uns getestet) bis zu Neon Dream in Hellblau. In Japan gibt es zusätzlich noch die pinke Variante Velvet Blush.

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Nicht zu übersehen ist der prominente Mate-Schriftzug:

Das E-Bike Mate Go+
Mate Go+ ansehen

Der Rahmen lässt sich schnell in der Mitte des E-Bikes falten, zusätzlich klappen noch der Lenker und die Pedal ein. Zusammengeklappt misst das Mate Go+ dann nur noch 83 x 37 x 75 cm. Der Akku sitzt so, dass man ihn erst nach dem Klappen des E-Bikes entnehmen kann. Er ist zusätzlich durch ein Schloss gesichert. Damit das E-Bike startet, muss der Schlüssel im Akkugehäuse stecken und sich in der Startposition befinden.

Faltmechanismus des des Mate Go+
Faltmechanimus am Rahmen.
Mate Go+, geklappt
Geklapptes Mate Go+.

Insgesamt hinterlässt das Mate Go+ einen hochwertigen, durchdachten Eindruck. Es wirkt nicht wie ein normales Faltrad mit etwas mehr Gepäckträger, sondern wie ein Alltagsrad mit Fokus auf Transport. Wie gut diese Mischung aus Kompaktheit und Familienfreundlichkeit funktioniert, muss der folgende Praxisteil zeigen.

Geklappt und mit Doppelbeinständer.
  • Produktdetails
  • Motor: 250-W-Hinterradnabe / 45 Nm
  • Akku: 468 Wh
  • Schaltung: 7-Gang Microshift
  • Gewicht: 25 kg / 130 kg Nutzlast
  • Reichweite: 80 km laut Herstellerangabe
  • Preis: 1.999 Euro

Mate Go+: Fahrverhalten und Komfort

Auch im Praxistest hinterlässt das Mate Go+ bei mir einen überwiegend positiven Eindruck. Vor allem in der Stadt macht das Rad richtig Spaß. Die 20-Zoll-Reifen machen das Mate Go+ sehr wendig, das E-Bike fühlt sich trotz der robusten Konstruktion nicht schwerfällig an.

Sportlich fährt man auf dem Mate Go+ zwar nicht, aber das muss dieses E-Bike auch nicht leisten. Der höhenverstellbare Lenker und Sattel erlauben eine passende Position für sehr unterschiedliche Fahrer zwischen 155 cm und 190 cm. Die Spanne ist vergleichsweise groß.

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Unterwegs mit dem Mate Go+.

Sehr stark zeigt sich der Antrieb. Der Ananda-Heckmotor mit 45 Nm und CE-Kennzeichnung schiebt kräftig an und bringt das Mate Go+ flott auf die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.

Nach etwa einer Viertelumdrehung der Pedale setzt die Unterstützung bereits ein. Die fühlt sich angenehm direkt an, etwa beim Start an der Ampel oder beim Anfahren an leichten Steigungen. Flott geht es so auf die erlaubten 25 km/h, auch mit Gepäck.

Positiv fällt dabei der Drehmomentsensor von Bafang auf. Er misst die Kraft am Pedal und regelt die Motorleistung entsprechend. Dadurch fährt sich das Mate Go+ deutlich natürlicher als einfachere (und günstigere) E-Bikes mit Trittfrequenzsensor. Wer locker tritt, bekommt sanfte Unterstützung. Wer kräftiger pedaliert, spürt mehr Schub.

Mate Go+ Frontalansicht

Richtig gut gefallen mir die hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen. Sie greifen kräftig zu, lassen sich gut dosieren und bringen das Rad generell schnell und sicher zum Stehen. Bei einem E-Bike, das für Gepäck und Kindersitz gedacht ist, zählt eine verlässliche Bremse natürlich besonders viel.

Etwas schwächer, aber immer noch in Ordnung ist die Schaltung. Die per Drehbewegung am Griff bewegte 7-Gang-Microshift-Schaltung erfüllt ihren Zweck, wirkt aber im Vergleich mit anderen Komponenten des E-Bikes eher einfach. In der Stadt reicht sie aber ganz sicher aus, auch Hügel lassen sich damit gut befahren.

Schaltung des Mate Go+

Nur beim Komfort zeigt das Mate Go+ eine leichte Schwäche. Eine Federung gibt es weder vorne noch hinten. Sobald der Untergrund mal etwas schlechter ist, kommen Schläge klar an. Kopfsteinpflaster und allgemein schlechte Radwege sind deutlich spürbar.

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Die 20-Zoll-Reifen mit 2-Zoll-Durchmesser nehmen kleinere Unebenheiten etwas heraus, können eine Federung aber nicht ersetzen. Für ein E-Bike mit Familien- und Transportanspruch wäre etwas mehr Komfort wünschenswert gewesen. Schon eine einfache Frontfederung oder eine gefederte Sattelstütze hätte dem Rad gutgetan. So bleibt das Mate Go+ wendig und kräftig, auf rauem Untergrund aber recht hart.

Vorderrad des Mate Go

Einen guten, unauffälligen Job macht die Beleuchtung. Der Frontscheinwerfer leuchtet den Bereich vor dem Rad breit aus und gibt bei Dunkelheit genug Orientierung. Das Rücklicht fällt hell genug aus, um im Verkehr gut gesehen zu werden.

LED-Scheinwerfer des Mate Go+
Der LED-Scheinwerfer …
Rücklicht des Mate Go+
… und das Rücklicht.

Recht klein fällt das mehrfarbige LC-Display ist aus. Es macht Angaben zu Geschwindigkeit, Tagesstrecke, Gesamtdistanz, Akkustand und Gehmodus. Ein USB-Anschluss für das Handy fehlt leider. Smarte Features, GPS-Tracking oder eine App hat das E-Bike generell nicht.

Display des Mate Go+
Mate Go+ ansehen

Zur Reichweite: Der Akku im Alltag

Der entnehmbare Akku mit CE-Kennzeichnung bietet 468 Wh. Mate gibt eine Reichweite von bis zu 80 km an. Im Praxistest in Freiburg und am Kaiserstuhl, mit flachen Strecken, hügeligen Abschnitten, wechselnder Unterstützung und Temperaturen um 20 Grad, liegt ein realistischer Durchschnitt eher bei rund 60 km.

Für den Stadtalltag ist dieser Wert ordentlich. Pendelstrecken, Einkäufe und Kita-Wege deckt das Mate Go+ damit problemlos ab. Als Reichweitenwunder tritt es aber nicht auf. Wer die Herstellerangabe auch nur ansatzweise erreichen möchte, braucht äußerst günstige Bedingungen.

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Akku des Mate Go+

Beim Aufladen von 0 auf 100 braucht der Akku rund 6 Stunden. Das Netzteil zieht dabei bis zu 125 Watt. Entnehmen lässt sich die Batterie nur dann, wenn sich das E-Bike im zusammengeklappten Zustand befindet und das Akku-Schloss geöffnet ist. Alternativ kann die Batterie aber auch direkt am E-Bike selbst geladen werden.

Lohnt sich das Mate Go+?

Ja, denn Fahrer bekommen hier ein gut durchdachtes, praktisches Transport-E-Bike für die Stadt. Es fährt sich wendig und kraftvoll, der Drehmomentsensor sorgt für ein natürliches Fahrverhalten und die hydraulischen Bremsen bieten auch bei viel Gepäck die nötige Sicherheit.

Drehmomentsensor | E-Bike | E-Bike Test - Mate Go Plus E Bike Test 14 scaled
Mate Go+ ansehen

Sinnvoll ist das Mate Go+ für Familien und Stadtfahrer, die ein kompaktes E-Bike mit stabilem Gepäckträger und guter Alltagstauglichkeit suchen. Gegen das Rad spricht eigentlich nur der fehlende Komfort auf schlechten Wegen, der mit einer gefederten Sattelstütze aus der Welt geschafft werden kann.

Wo gibt es das Mate Go+ in Deutschland?
In Deutschland gibt es das Mate Go+ bei E-Move24. Die Plattform arbeitet nach einem Click-and-Collect-Prinzip: Die Bestellung erfolgt online, die Übergabe läuft über regionale Fachhandelspartner, die das E-Bike vormontieren, einstellen und den neuen Besitzer einweisen.

Alternativen zum Mate Go+

Bei faltbaren E-Bikes mit dickeren Reifen lohnt sich ein Blick auf das Engwe EP-2 Pro (Test) oder das Engwe EP-2 Boost (Test). Deutlich leichter sind hingegen die Klapp-E-Bikes PVY Libon (Test) und Ado Air 20 Ultra (Test). Wenn der Preis die allerwichtigste Rolle spielt, sind die beiden Modelle Touroll S3 Pro (Test) und Grundig E20 (Test) empfehlenswert.

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Simon Stich

Simon Stich

Fährt immer lieber mit zwei statt mit vier Rädern – und setzt sich nicht nur in Freiburg für eine (noch) bessere Radinfrastruktur ein. Da er ohnehin gerne und viel über E-Bikes und Technik schreibt, hat er hier das Beste aus beiden Welten kombiniert.


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Tags: DrehmomentsensorE-BikeE-Bike TestFalt-E-BikeHeckantrieb

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