Centurion bringt eine neue Modellreihe seines E-Gravels Crossfire auf den Markt. Das Modell R600 D ist knapp 1.000 Euro günstiger als das bisherige E-Gravel R1000 D. Wir schauen uns an, woran das liegt.
Neues Crossfire R600 D ab 2.749 Euro erhältlich
Mit einem Preis von 2.749 Euro ist das neue Centurion R600 D für ein E-Gravel eines Markenherstellers recht günstig. Das sind 950 Euro weniger als die aktuelle UVP des Centurion Crossfire R1000 D mit 3.699 Euro.
Optisch wirkt das neue R600 D dem großen Bruder mit seiner geraden, sportlichen Linienführung recht ähnlich, doch beim zweiten Blick fällt der wohl entscheidendste Unterschied auf: die Motorisierung.

Auch Centurion setzt auf Bosch HubLine
Das Centurion Crossfire R600 D wird nicht mehr von einem Mittelmotor angetrieben, sondern von der HubLine, dem neuen Heckmotor von Bosch. Der Antrieb ist ins smarte System des Herstellers integriert und bietet damit fast den vollen Umfang der Bosch-Funktionen.
Damit springt Centurion auf einen Trend auf, der sich allmählich ausbreitet: Hersteller bieten erfolgreiche Modelle mit leichtem Downgrade an, um sie auch einem Publikum mit kleinerem Budget schmackhaft zu machen. Auch Kalkhoff mit seiner neuen 1er-Reihe sowie Scott mit dem Sweep haben seit diesem Jahr Bikes mit der Bosch HubLine im Programm.
Nur leichte Anpassungen abseits des Antriebs
Neben dem Motor gibt es auch weitere kleine Änderungen bei der Komponentenauswahl. Die Akkukapazität wurde von 400 Wh auf die für die HubLine typischen 360 Wh reduziert und das günstigere Gravel fährt mit neun Gängen der Cues-Schaltung statt mit elf Gängen der Deore-Schaltung von Shimano.
Gabel und Rahmen sind bei dem neuen Crossfire ebenfalls leicht angepasst und das günstigere Modell wird mit insgesamt 17,7 kg ein gutes Kilo schwerer – auch, wenn es noch immer sehr leicht für ein E-Bike ist.

Alternativen zum günstigen Crossfire
Abgesehen von dem Heckantrieb sowie der etwas verringerten Anzahl der Gänge dürfte sich das Fahrgefühl auf dem neuen E-Gravel nur wenig von dem bekannten Crossfire unterscheiden. Beide Versionen sind auch als alltagstaugliche EQ-Versionen mit Schutzblechen, Seitenständer und Heckträger erhältlich.
Doch die Konkurrenz in diesem Sektor ist groß, auch weil das E-Gravelbike immer beliebter wird. Das sehr günstige Gravel-E-Bike Fiido C21 für unter 1.000 Euro ist zwar qualitativ eine andere Klasse und ist ohne Dropbar nicht ganz so sportlich aufgestellt, liefert im Alltag aber ebenfalls ein gutes Fahrgefühl. Dass zwar nicht ausschließlich, aber doch relevant der Antrieb den Preis beeinflusst, zeigt das Lombard E von Marin Bikes. Es ist mit dem stärkeren, aber dennoch leichten Bosch SX Mittelmotor ausgestattet, kostet aber je nach Variante fast doppelt so viel.









