Mein Bambu Lab A1 läuft seit anderthalb Jahren fast täglich und ohne Murren. Jetzt schiebt Bambu Lab den größeren A2L nach. Er bleibt ein simpler Bedslinger, bekommt aber deutlich mehr Bauraum und eine Funktion, die es in der A-Serie noch nie gab.
Mehr Platz: das Bett, auf das viele gewartet haben
Der wichtigste Unterschied steckt im Bauraum. Der A1 druckt auf 256 Millimetern Kantenlänge. Der A2L schafft 330 mal 320 mal 325 Millimeter. Das ist mehr als doppelt so viel Bauvolumen, rund 105 Prozent mehr. Große Modelle müssen damit seltener zerteilt und verklebt werden.
Genau hier hat mich der A1 manchmal ausgebremst. Ich drucke gerade Bumerangs, und schon dabei wünsche ich mir ab und zu mehr Fläche. Mit dem größeren Bett lassen sich auch Alltagsdinge in einem Rutsch fertigen. Etwa Regalhalterungen, Aufbewahrungsboxen, Werkzeug-Organizer oder größeres Spielzeug.
Auch wer aufwendige Kostümteile fürs Cosplay baut, also selbst gemachte Verkleidungen aus Filmen, Games oder Comics, druckt sie seltener in Einzelteilen. Warum mich der kleine A1 trotzdem bis heute überzeugt, habe ich im Test des Bambu Lab A1 aufgeschrieben.

Neuer Antrieb, vertrautes Tempo
Unter der Haube hat Bambu Lab nachgelegt. Im A2L steckt ein neuer Servoextruder. Sensoren entlang des Filamentwegs erkennen Verhedderungen, verstopfte Düsen und Leerdrucke früher. Der Drucker pausiert, bevor ein Auftrag misslingt. Vor jedem Druck misst eine Kalibrierung zudem den Materialfluss.
Beim Tempo bleibt es bei bis zu 500 Millimetern pro Sekunde. Die Düse erreicht 300 Grad, das Bett 80 Grad. Wichtig für Aufrüster ist ein anderes Detail. Der A2L versteht sich mit Modulen der teureren H2-Serie. Das macht den günstigen Drucker erstaunlich zukunftssicher.
Er ist auch ein Schneideplotter
Die eigentliche Überraschung liegt im Zubehör. Mit einem optionalen Schneidemodul wird aus dem Drucker ein Plotter. Auf einer Fläche von 300 mal 300 Millimetern schneidet er Sticker, Folien, Stoff und dünnes Leder. Zeichnen kann er ebenfalls. So etwas gab es in dieser Preisklasse bei Bambu Lab noch nicht.
Beim Farbdruck bleibt die bekannte Stärke der Marke erhalten. Über koppelbare AMS-Einheiten sind bis zu 19 Farben in einem Druck möglich. Das Combo-Paket bringt direkt ein AMS Lite mit. Einen Laser besitzt der A2L allerdings nicht. Wer gravieren will, ist hier falsch.

Was bedeutet das für Einsteiger und A1-Besitzer?
Für Einsteiger und Familien ist der A2L das vielleicht rundeste Bambu-Angebot bislang. Viel Bauraum, einfache Bedienung und mit dem Schneidemodul ein echter Bastel-Allrounder. Wer ahnt, dass ihm ein kleiner Drucker bald zu eng wird, kann den Zwischenschritt überspringen.
Und für mich als A1-Nutzer? Mein A1 läuft schlicht zu gut, um ihn aus Prinzip zu ersetzen. Wer aber regelmäßig an die Bettgröße stößt oder den Plotter reizvoll findet, bekommt das Upgrade, das dem A1 immer gefehlt hat. Wer dagegen mit dem kompakteren A1 liebäugelt, findet ihn aktuell zu diesen Preisen.
Bambu Lab A2L: Preis und Verfügbarkeit
Der Bambu Lab A2L ist seit dem 1. Juni 2026 erhältlich und kostet 379 Euro. Das Combo-Paket mit AMS Lite für den Mehrfarbdruck liegt bei 489 Euro. Die Auslieferung startet ab dem 9. Juni. Trotz des größeren Bauraums bleibt der A2L damit im Einsteigersegment.














