Kann ein 3D-Drucker einen Backofen ersetzen? Ein YouTuber hat genau das ausprobiert und Keksteig in seinen Drucker geschoben. Das Ergebnis überrascht: Am Ende kamen tatsächlich essbare Schoko-Cookies heraus.
Fast die komplette Backausrüstung ebenfalls gedruckt
Mit dem Versuch demonstriert „Startup Chuck“ vor allem, wie vielseitig moderne 3D-Drucker inzwischen eingesetzt werden können. Los geht es in seinem Video zunächst relativ klassisch: Er zeigt seine Backutensilien, darunter eine Rührschüssel und einen Rührhaken für seine KitchenAid-Küchenmaschine.
Fast alle verwendeten Utensilien stammen ebenfalls aus dem 3D-Drucker. Gedruckt wurden sie unter anderem aus den Filamenttypen PLA und TPU.
Am Ende des rund 18 minütigen Videos hält Chuck tatsächlich essbare Kekse in den Händen. Das Experiment gelingt vor allem deshalb, weil moderne Geräte wie der Anycubic Kobra S1 über einen geschlossenen Bauraum und ein beheizbares Druckbett verfügen. Klassische offene Geräte wären dafür deutlich ungeeigneter.
Zusammen mit dem Lüfter entsteht im Gehäuse ein Effekt, der an einen kleinen Umluftofen erinnert, allerdings mit maximal 65 °C. Für zusätzliche Hitze sorgt das bis 120 °C heiße Heizbett.
Essbar ja, alltagstauglich eher nicht
Die Schoko-Cookies bleiben allerdings eher blass und wirken stellenweise noch etwas weich. Auch die gedruckten Küchenutensilien sind meist weder für den dauerhaften Kontakt mit Lebensmitteln noch für die Reinigung in der Spülmaschine ausgelegt. Die beim Backen entstehende Feuchtigkeit dürfte einem 3D-Drucker auf Dauer ebenfalls kaum guttun. Zudem könnten Krümel und Teigreste Elektronik sowie Mechanik zusetzen.
Kurzum: Für den Alltag taugt die Methode natürlich nicht. Das Experiment zeigt aber eindrucksvoll, wie leistungsfähig moderne 3D-Drucker inzwischen geworden sind. Dass dabei am Ende sogar essbare Kekse herauskommen, dürfte selbst viele Maker überrascht haben.
Sinnvoller bleibt der Einsatz jedoch in klassischen Creator-Bereichen, etwa beim Druck von Ersatzteilen sowie individuellen Schuhen. Selbst bei der Entwicklung von Alternativen zu seltenen Erden kommt die 3D-Drucktechnologie mittlerweile zum Einsatz.














