Der Oscal Power Storage 2000 soll Balkonkraftwerke smarter machen: Der Speicher nutzt nicht nur Solarstrom vom Balkon, sondern lädt sich bei Bedarf auch dann auf, wenn Netzstrom besonders günstig ist.
Vom Balkonkraftwerk bis zur PV-Anlage erweiterbar
Der Power Storage 2000 richtet sich an Besitzer von Balkonkraftwerken und an Betreiber kleinerer Photovoltaikanlagen. In der Basisversion bietet er eine Speicherkapazität von 1,92 kWh. Wer mehr möchte, kann das System schrittweise auf bis zu 9,6 kWh erweitern. Das ist für Haushalte interessant, die zunächst mit einem kleinen Balkonkraftwerk starten und später weitere Solarmodule ergänzen wollen.
Das System unterstützt laut Oscal eine Solar-Eingangsleistung von bis zu 2.400 Watt. Damit lassen sich deutlich mehr Solarmodule anschließen, als die Einspeisegrenze von 800 Watt bei Balkonkraftwerken vermuten lässt. Der Speicher kommt damit auch für etwas größere PV-Anlagen am Haus in Frage.
Das Gerät lässt sich sowohl netzgebunden als auch netzunabhängig betreiben. Praktisch ist auch die Notstrom-Funktion: Fällt der Strom aus, übernimmt der Speicher laut Oscal automatisch und versorgt angeschlossene Geräte wie Kühlschrank oder Router weiter. Das Gehäuse ist nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt und kann damit dauerhaft draußen stehen, etwa auf dem Balkon oder an der Hauswand. Die Garantie beträgt zehn Jahre.

KI soll automatisch günstige Strompreise nutzen
Oscal bezeichnet den Power Storage 2000 nicht nur als Batteriespeicher, sondern als „KI-gestütztes Energiemanagementsystem“. Die Software soll Verbrauchsdaten, Solarertrag, aktuelle Strompreise und den Ladezustand des Speichers auswerten und daraus automatisch entscheiden, wann Energie geladen, gespeichert oder genutzt wird.
Das System ist laut Oscal kompatibel mit Anbietern und Strombörsen wie Nord Pool, Tibber und Octopus Energy. Über eine intelligente Time-of-Use-Optimierung (Smart-TOU) soll das System dynamische Stromtarife berücksichtigen, bei denen sich die Strompreise im Tagesverlauf ändern. Je nach Angebot kann Strom in Zeiten geringer Nachfrage deutlich günstiger sein als zu den typischen Verbrauchsspitzen.
Energie soll dadurch möglichst dann gespeichert oder bezogen werden, wenn die Preise günstig sind. Das spielt vor allem an trüben Tagen und im Winter eine Rolle, wenn sich der Speicher preiswert aus dem Netz nachladen lässt. Wie groß der finanzielle Vorteil am Ende ausfällt, hängt jedoch immer von Tarif, Verbrauch und Anlagengröße ab.
849,99 Euro zum Start: So funktioniert die Vorbestellung
Der offizielle Marktstart ist für den 15. Juli vorgesehen. Oscal bietet aber bereits eine Vorbestellaktion an. Dabei zahlen Interessenten zunächst 100 Euro an, um sich den Aktionspreis von 849,99 Euro zu sichern.
Nach dem Marktstart fordert der Hersteller dann zur Restzahlung von 749,99 Euro auf. Laut Oscal kann die Vorbestellung bis zum Versand jederzeit storniert werden, die Anzahlung wird in diesem Fall erstattet.
In der Vorbestellphase entspricht das gut 440 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Zur Ausstattung zählen unter anderem eine Notstromfunktion und die Unterstützung dynamischer Stromtarife. Wie attraktiv das Angebot im Vergleich zu anderen Speichern ausfällt, hängt neben der Kapazität auch von den gewünschten Zusatzfunktionen und dem individuellen Einsatzzweck ab.














