Mit einem neuen Messgerät möchte BIQU für eine bessere Luftqualität beim Einsatz von 3D-Druckern sorgen. Denn je nach genutztem Filament können unterschiedliche Probleme auftreten und potenziell schädliche Emissionen verursachen. Der neue Panda Sense Pro soll rechtzeitig vor schlechter Luftqualität warnen – und ist für alle 3D-Drucker geeignet.
Achtung beim 3D-Druck: VOCs und UFPs beachten
Wer in den heimischen vier Wänden einen 3D-Drucker nutzt, kann ohne entsprechendes Messgerät kaum einschätzen, wie viele flüchtige organische Verbindungen (VOCs) oder ultrafeine Partikel (UFPs) in die Luft abgegeben werden.
Gerade beim Einsatz von ABS und ASA kann Styrol freigesetzt werden, was Atemwege und Augen reizen und sogar für Schwindelgefühle und Kopfschmerzen sorgen kann. Bei PLA und PETG können hingegen Formaldehyd (reizt Schleimhäute und gilt als krebserregend) sowie Acetaldehyd (reizt ebenfalls Schleimhäute) in geringen Mengen freigesetzt werden.
Zudem können bei den meisten Filamenten und insbesondere im Schmelzschichtverfahren (FDM/FFF-Druck) UFPs mit einer Größe von unter 100 Nanometern abgegeben werden. Aufgrund ihrer geringen Größe können UFPs tief in die Atemwege eindringen und gelten daher ebenfalls als gesundheitlich relevant.
Bisher half dagegen nur der Einsatz eines Aktivkohlefilters und eines HEPA-Filters, das richtige und rechtzeitige Lüften oder andere Luftqualitätsmonitore für Innenräume. Jetzt soll der Panda Sense Pro das Emissionenraten bei 3D-Druckern überflüssig machen.
Panda Sense Pro: 8-in-1-Messgerät zur Kontrolle der Luftqualität
Das Display des Messgeräts soll mit 480 x 320 Pixeln auf 3,5 Zoll genügend Platz bieten, um gleich acht Messwerte zu überblicken. Dazu gehören neben der Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit auch Anzeigen für Kohlendioxid und Formaldehyd sowie die Feinstaubmessung für PM2.5 und PM10 (Partikel mit Größen von kleiner als 2,5 und 10 Mikrometern).
Hinweis: Wie gut der Panda Sense Pro mit dem PM2.5-Sensor Partikel im Nanometerbereich erfassen kann, hängt stark von der Qualität und Messmethode des Sensors ab. Grundsätzlich vermitteln die Messwerte aber einen guten Eindruck davon, wann Lüften eine gute Idee wäre.
Außerdem wird der Air Quality Index (AQI) angegeben, der die wichtigsten Schadstoffe zusammenfasst und somit eine Art Gesamtkennzahl bildet.
Ergänzt wird die Anzeige durch eine geschätzte Gesamtkonzentration aller flüchtigen organischen Stoffe in der Luft. Gerade im Hinblick auf Styrol ist dieser Wert wichtig.
Durch die kompakte Größe passt der Luftmonitor perfekt auf oder neben den Drucker. So können Nutzer von 3D-Druckern direkt feststellen, ob ein erneutes Lüften notwendig ist oder ob die vorhandenen Lüftungsmöglichkeiten überhaupt ausreichend sind.
Selbst günstige 3D-Drucker wie der Anycubic Kobra 3 (Test) oder beliebte Modelle wie der Bambu Lab A1 (Test) profitieren von dem neuen Gadget.
Anbindung an Smart-Home-Systeme möglich
Wer das digitale Zuhause per Home Assistant und/oder Moonraker steuert, kann den Luftmesser von BIQU außerdem direkt integrieren. Damit lassen sich beispielsweise smarte Steckdosen oder Luftreiniger automatisch einschalten, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden – besonders praktisch, wenn der 3D-Drucker längere Zeit unbeaufsichtigt läuft.
Ebenfalls hilfreich ist die Speicherfunktion des Geräts, die einen Rückblick über 24 Stunden und bis zu 30 Tage bietet. Später soll sogar ein Fernzugriff auf das Gerät per App erfolgen, diese befindet sich laut Hersteller jedoch aktuell noch in der Entwicklung.
Im offiziellen Shop wird der Panda Sense Pro derzeit zu einem Preis von 78,64 Euro angeboten und ist damit eine vergleichsweise günstige Investition in eine bessere Kontrolle der Raumluft. Ein passendes Gehäuse für das Display wird selbstverständlich selbst gedruckt.
















