Cowboy-Besitzer haben gehofft, dass es nach der Insolvenz reibungsloser läuft. Doch der Rückruf des 4 ST entwickelt sich zum Logistik-Albtraum: nur vier Service-Hubs in ganz Deutschland, kein Abholservice und für Juni 2026 kein einziger freier Termin.
Cowboy-Rückruf mühsam für Kunden
Beim Modell 4 ST in der Edition MR besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko von Rahmenbrüchen, was im Juli 2025 zu einer offiziellen Warnung führte. Besitzer dieses E-Bikes mussten ihr teures Rad fast ein Jahr stehen lassen. Jetzt startet zwar endlich das Austauschprogramm, doch die Freude darüber hält sich bei einigen Betroffenen in Grenzen.
Der Ablauf für den kostenlosen Rahmentausch klingt auf dem Papier zwar relativ einfach, ist in der Realität aber teils eine echte Zumutung. Kunden müssen zunächst online einen Termin in einem der wenigen Service-Hubs im Land ergattern. Diese befinden sich derzeit nur in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München.
Wer sein Rad dort erfolgreich abgegeben hat, muss sich nach offiziellen Angaben des Herstellers auf eine erneute Wartezeit von etwa anderthalb Monaten einstellen, bis der neue Rahmen montiert ist. Danach muss das E-Bike wieder persönlich am selben Ort abgeholt werden.
Kein Abholservice, kein Termin: Kunden auf sich gestellt
Einen Abholservice für ihr zurückgerufenes Cowboy Modell 4 ST in der Edition MR suchen Kunden vergebens. Stattdessen sollen sie ihr defektes Rad auf eigene Kosten und Gefahr quer durch das Land transportieren.
Auch die Terminlage empfinden manche der Betroffenen als katastrophal. Für den gesamten Juni 2026 würde kein einziger freier Termin zur Verfügung stehen, heißt es. Eine Lösung über lokale Werkstätten wäre wohl deutlich kundenfreundlicher und schneller gewesen.
E-Bike-Rückruf: Logistik als Schwachstelle
Dass der neue Eigentümer die Kosten für den neuen Rahmen übernimmt, bewahrt Käufer immerhin vor einem Totalverlust. Dennoch ist die Umsetzung des Rückrufs ein Armutszeugnis für den Service-Anspruch des Unternehmens.
Ein Rückruf aufgrund von Sicherheitsmängeln sollte Kunden nicht auch noch finanziell und zeitlich belasten. Andere Hersteller sollten hieraus lernen und bei künftigen Programmen auf lokale Partner und eine bessere Kommunikation setzen, statt die Last auf die Käufer abzuwälzen.














