Zwei große Autobauer kooperieren innerhalb eines Jahres mit der Berliner E-Bike-Marke Lemmo. Doch ist das smarte Faltrad wirklich so gut oder handelt es sich nur um einen cleveren Marketing-Schachzug von VW und Nio?
Nach Nio-Kooperation: Lemmo weckt Interesse bei Volkswagen
Praktisch wie Brompton, nur ohne den nostalgischen Charme: Das Lemmo Zero ist ein durchdachtes E-Faltrad im modernen, leicht futuristischen Look. Die Berliner Marke hat es geschafft, einen praktischen Faltmechanismus mit modernem Design und Funktionalität zu vereinen.
Auch dem E-Auto-Hersteller Nio schien das Konzept zu gefallen. Im Juni 2025 stellte er mit Lemmo eine Sonderedition des Zero vor, das die Designsprache der Nio ET5-Modelle spricht. Außerdem passt es perfekt in den Kofferraum der E-Autos. Hierfür bieten Lemmo und VW sogar eine eigene Halterung oder eine Transportbox an.

Nun schaut sich auch Volkswagen das Konzept ab: Das Lemmo Zero erscheint in der gold-schwarzen Black-Warrior-Edition passend zum VW ID.UNYX 08 – allerdings vorerst nur auf dem chinesischen Markt, wo auch der neue E-VW vor Kurzem gelauncht wurde.
12,5 kg Carbon & Drehmomentsensor: Die Details des Lemmo Zero
Ist die Kooperation eine reine Marketing-Strategie? Für Lemmo jedenfalls dürfte es gute Werbung sein. Der relativ junge Hersteller ist der breiten Masse bislang unbekannt. Dass nun zwei Automarken mit Lemmo kooperieren, stärkt das Vertrauen der Kunden.
Hinsichtlich der Qualität gibt es an den E-Bikes von Lemmo ohnehin nichts zu bemängeln. Die urbanen E-Bikes der One-Serie haben wir mehrfach getestet – zuletzt das Lemmo One Collab.Ride – und waren von dem Konzept begeistert.
Lemmo vereint praktische Funktionen mit einem cleanen Design und hohem Komfort zu einem fairen Preis. Als Autohersteller kann man hier nicht viel falsch machen – und präsentiert sich nebenbei umweltbewusst und zeitgemäß.

Lemmo Zero auch in Deutschland erhältlich
Zwar ist das Lemmo Zero Black Warrior vorerst nur für den chinesischen Markt vorgesehen, doch hierzulande ist die Standardversion weiterhin erhältlich. Auch ohne Volkswagen oder Nio ist das Lemmo Zero für 2.390 Euro einen Blick wert.
Das Carbon-Faltrad wiegt mitsamt des 160-Wh-Akkus nur 12,5 Kilogramm und setzt auf einen Heckantrieb mit Drehmomentsensor. Dank der integrierten Stützrollen lässt sich das Lemmo Zero auch im zusammengefalteten Zustand rollen – eine Erleichterung vor allem für die Mitnahme im ÖPNV.
Wer das E-Bike nur falten und seltener schieben muss, findet eine Alternative zum Lemmo Zero in dem ebenfalls 12,5 kg leichten Ado Air Carbon, das uns im Praxistest überzeugen konnte. Dank seiner kompakten Faltmaße findet dieses Faltrad ebenfalls in vielen Kofferräumen Platz und ist preislich etwas günstiger. Das Ado Air Carbon kostet im Hersteller-Shop aktuell 1.999 Euro.














