Es sieht aus wie ein Mini-Auto mit Dach und Blinkern, doch das ungewöhnliche Elecy gilt rechtlich als Pedelec und darf sogar auf den Radweg. Aber kann dieses vierrädrige Pedalfahrzeug wirklich ein Auto ersetzen?
F1 trifft Fahrrad: Warum eine Rennsport-Ingenieurin ein Pedal-Auto baut
Hinter dem Elecy steckt Tamara Ivancova, eine ehemalige Formel-1-Ingenieurin und Gründerin der Firma Amara Automotive aus Großbritannien. Ihr Prototyp verbindet herkömmliche E-Bike-Technik mit einer geschlossenen Karosserie. Der Motor unterstützt bis 25 km/h, danach fährt man rein mit Muskelkraft weiter, wie bei einem ganz normalen E‑Bike. Genau deshalb darf der Elecy auch auf Radwegen genutzt werden und braucht weder Zulassung noch Kfz-Steuer.
Mit 2,5 Metern Länge und nur 0,8 Metern Breite passt er gut in Radspuren und könnte sogar in mehrfacher Ausführung auf einen Autoparkplatz. Trotz Kabine wiegt das Fahrzeug nur leichte 45 Kilogramm, heißt es auf der offiziellen Website. Vier Räder sorgen für Stabilität, zusätzlich gibt es noch einen Überrollschutz. Der fehlt bei ähnlichen Pedalfahrzeugen wie dem Kinner-Velomobil.

80 km Reichweite, Platz für Kind und Einkauf
Der herausnehmbare Akku liefert bis zu 80 Kilometer Reichweite, geladen wird er in rund drei Stunden an der Steckdose. Wer weiter fahren will, kann auch einfach einen zweiten Akku mitnehmen. Laut Hersteller ist die Aerodynamik deutlich effizienter als bei normalen E-Bikes, wodurch letztlich auch der Akku weniger stark beansprucht wird.
Innen sitzt vorne ein Erwachsener, dahinter kann noch ein Kind Platz nehmen. Dazu kommen weitere 300 Liter Stauraum, genug für mehrere Einkaufstaschen. Die wetterfeste, abnehmbare Haube schützt die beiden Insassen vor Regen und Wind, genau wie beim PodRide aus Schweden. LED-Lichter mit Blinkern, abschließbare Türen und ein integriertes GPS-Tracking erhöhen Sicherheit und Alltagstauglichkeit weiter.
Noch ein Prototyp: Wann das Elecy zu kaufen sein soll
Noch im laufenden Jahr will Ivancova mit dem Prototypen rund 30.000 Kilometer durch 23 Länder fahren. Nach diesem Härtetest sind Vorbestellungen für Ende 2026 geplant, ein Preis steht aber noch nicht fest. Klar ist schon jetzt: Dieses Pedal-Auto dürfte für viel Aufmerksamkeit sorgen, besonders bei Pendlern und Familien.














