Science-Fiction für den Garten: Eine Powerstation auf Rädern, die selbstständig der Sonne folgt und Energie dort liefert, wo sie gerade gebraucht wird. Doch auf der CES 2026 sorgt der Roboter für ein Déjà-vu: Jackery zeigt das Gerät erneut, statt es endlich zu verkaufen. Ist es genial oder nur heiße Luft?
Ein Roboter wie aus einem Science-Fiction-Film
Der Solar Mars Bot wirkt wie eine mobile Energiezentrale mit eigener Intelligenz. Ausklappbare Solarpanels mit bis zu 600 Watt Leistung entfalten sich wie ein Schweizer Taschenmesser und versorgen einen LiFePO4-Akku mit anscheinend rund 5.000 Wh Kapazität.
Viel spannender ist aber eine ganz andere Fähigkeit des Bots: die Navigation. Der Roboter nutzt laut Hersteller eine KI- und 4G-gestützte Steuerung mitsamt Laserradar, um der Sonne selbstständig zu folgen und dabei sogar Hindernisse zu umgehen. Sinkt der Akkustand, fährt er eigenständig zur Ladestation zurück. Per App lässt sich der Mars Bot sogar rufen. Das kann den Einsatz nicht nur äußerst flexibel, sondern fast spielerisch machen.

Neu ist der Solar Mars Bot aber nicht. Schon im Oktober 2023, also vor mittlerweile fast zweieinhalb Jahren, erhielt das Konzept bereits einen TIME Best Inventions Award und sorgte erstmals für Aufmerksamkeit. Auf der CES 2024 folgte die große Premiere, ein Jahr später hatte der Hersteller eine verbesserte Version im Gepäck. Jetzt steht der Solar Mars Bot auf der CES 2026 erneut auf der Bühne. Wann und zu welchem Preis er auf den Markt kommt, weiß nach wie vor niemand. Laut Jackery soll es irgendwann „später“ der Fall sein.
Diese Formulierung lässt nicht wenige Interessierte inzwischen vorsichtig werden. Die Messeauftritte des Solar-Roboters zeigen zwar durchaus Fortschritte, doch es bleibt schlicht weiterhin offen, ob es sich um ein ambitioniertes Konzept oder doch nur um ein Showpiece handelt.
Der Haken: Warum Jackery uns warten lässt
Ein Grund könnte die Komplexität sein. Bewegliche Mechanik, die sich wie Flügel ausfaltet, dauerhaft wetterfest (IP-Zertifizierung) zu bekommen, ist ein Albtraum für Ingenieure. Möglicherweise ist Jackery selbst überrascht vom großen Versprechen aus Robotertechnik, Solarpanels und großer Batterie. Günstig kann so ein Gerät auch nicht sein. Die kolportierten Preise für den Bot bewegen sich zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Basis dafür sind eine 5-kWh-Powerstation, passende Solarpanels und dazu noch autonome Mobilität.
Solange der Solar-Roboter nicht erhältlich ist, bleiben klassische Powerstations mit Solarpanels die realistischere Wahl. Jackery selbst bietet hier mit der Explorer-Serie robuste und vor allem verfügbare Geräte an. Die Jackery E5000 Plus fasst bis zu 60 kWh, deutlich günstiger ist die kleine Jackery Explorer 500 V2 (Test). Oder man schaut sich Alternativen wie die EcoFlow Delta-Serie an.














