Peugeot Cycles meldet sich nach mehreren ruhigen Jahren überraschend zurück. Mit neuen E-Bikes und Fahrrädern wagt die Traditionsmarke ein Comeback in einem zuletzt schwierigen Fahrradmarkt. Unterstützung erhält Peugeot dabei von der ReBirth Group, die mit der Wiederbelebung von Cowboy für Aufmerksamkeit sorgte.
Neustart bei den 24 Stunden von Le Mans: Produktion soll im Herbst beginnen
Im Rahmen der diesjährigen „24 Stunden von Le Mans“ kündigte Peugeot die Rückkehr von Peugeot Cycles und mehrere neue E-Bikes an. Dabei legt das bereits 1886 gegründete Unternehmen großen Wert darauf, dass auch die neue Pedelec-Reihe weiterhin gleichermaßen auf Design und Performance setzt. Peugeot will mit dem Neustart an die eigene Fahrradgeschichte anknüpfen.
Doch nicht nur moderne E-Bikes, sondern auch klassische Fahrräder ohne jegliche Motorunterstützung sollen in den kommenden Monaten produziert werden. So werden Mountain- und Citybikes sowie Rennräder und Gravelbikes auf den Markt gebracht.
Schon im kommenden Herbst soll die Produktion der gleich drei neuen E-Bike-Modelle anlaufen. Damit reagiert Peugeot mit einem klaren Signal und widersetzt sich dem Trend der vergangenen Jahre. Denn seit 2022 mussten gleich mehrere bekannte E-Bike-Hersteller Insolvenz anmelden oder ihr Geschäft deutlich zurückfahren.
Peugeot wagt Partnerschaft mit ReBirth Group
Doch des einen Leid ist des anderen Freud: Obwohl die vergangenen Jahre für einige E-Bike-Unternehmen besonders hart waren, konnte die französische ReBirth Group von der Marktbereinigung profitieren. Erst im April 2026 berichteten wir davon, dass das Unternehmen mit Fokus auf E-Mobilität den E-Bike-Hersteller Cowboy übernommen hatte und nach über 13 Monaten Stillstand erste Cowboy-E-Bikes an die somit schon lange wartenden Kunden auslieferte.

Genau mit diesem Unternehmen ist Peugeot nun eine Partnerschaft eingegangen. Während Peugeot mit Namen und Design hinter den neuen Modellen steht, übernimmt die ReBirth Group die Produktion und den Vertrieb. Dabei kann das Unternehmen auf die schon vorhandenen Vertriebswege zurückgreifen, die in den letzten Jahren stetig gewachsen sind und verbessert wurden.
Positiv äußerte sich in der offiziellen Pressemitteilung auch Alain Favey, CEO der Peugeot Marke: „Mit der Rückkehr von Peugeot Cycles lässt das Rebirth-Team einen Teil unserer gemeinsamen Geschichte wieder aufleben. Seit mehr als 215 Jahren unterstützt Peugeot sowohl die Mobilität im Alltag als auch die größten sportlichen Abenteuer. Ich freue mich sehr, dass diese neue Modellreihe bei den 24 Stunden von Le Mans vorgestellt wird – einem Ort, an dem Leidenschaft und Leistung zum Ausdruck kommen.“
Preise und Marktstart: Noch bleiben wichtige Fragen offen
Genaue Daten für die Markteinführung oder gar erste Bilder der neuen E-Bikes gibt es bislang nicht, doch sollen die ersten der neuen Modelle schon Ende 2026 auf den Markt kommen. Der Verkauf weiterer Modelle soll dann Anfang 2027 durchstarten.
Preise für die neuen Modelle nennt Peugeot aktuell nicht. Frühere City-E-Bikes der Marke kosteten zwischen 1.200 und 2.000 Euro, während E-Mountainbikes und Longtail-Modelle zum Marktstart bei 3.500 Euro oder mehr lagen.














