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Home E-Bike Ratgeber

Leichte E-Bikes im Trend: Diese Modelle überzeugen 2026

von Nils
29. August 2026
in Ratgeber
Lemmo One Collab.Ride Hero

Vor wenigen Jahren waren leichte E-Bikes eine absolute Seltenheit am Markt. Heute bieten selbst günstige Hersteller Modelle der Fliegengewichtsklasse an. Leichte Elektrofahrräder bieten viele Vorteile – doch nicht für jeden lohnt sich der Kauf. Was dir ein solches E-Bike bringt und wodurch sich die Modelle mit geringem Gewicht auszeichnen, erfährst du hier.

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Ab wann gilt ein E-Bike als leicht?

Unter welchem Gewicht E-Bikes als „leicht“ bezeichnet werden, ist nicht fest definiert. Galten Bikes um 20 Kilogramm vor fünf Jahren schon als sehr leicht, haben die Hersteller sich bis heute ordentlich ins Zeug gelegt: Viele Modelle wiegen nur noch etwa 15 Kilogramm. Ausnahmen bestätigen hier die Regel, denn selbstverständlich gibt es auch viele noch leichtere E-Bikes.

Ob ein E-Bike generell als „leicht“ durchgeht, ist auch abhängig von der Klasse. So sind 20 Kilogramm für ein vollgefedertes Mountainbike schon weit unter dem Durchschnitt. Ein puristisches Urban-Bike ist mit 20 Kilogramm hingegen ziemlich schwer.

e-zesty-am-ltd-e-bike-news
Das Lapierre E-Zesty gilt als eines der leichtesten, hochwertigen E-Fullys

Darum spielt das Gewicht bei E-Bikes eine große Rolle

Je nach E-Bike-Typ gibt es unterschiedliche Gründe, warum Fahrerinnen und Fahrer ein leichtes Modell bevorzugen – oft steht der Wunsch nach mehr Komfort, Flexibilität oder besserem Handling im Vordergrund.

Leichte E-Mountainbikes profitieren von einem spürbar agileren und wendigeren Fahrverhalten – vor allem auf Trails oder in technisch anspruchsvollem Gelände. Puristische Urban-E-Bikes lassen sich leicht in die oberen Stockwerke tragen – ideal, wenn kein sicherer Abstellplatz im Erdgeschoss verfügbar ist. Leichte City-E-Bikes kannst du im Alltag bequem ein paar Stufen hochheben oder zügig über Bordsteinkanten manövrieren.

Trekking-E-Bikes mit schlanker Bauweise bringst du ohne großen Kraftaufwand auf den Fahrradträger – perfekt für den Urlaub und Ausflüge. Leichte E-Falträder lassen sich besonders einfach in Bus und Bahn mitnehmen oder ohne große Anstrengung die Treppe zum Bahnsteig hochtragen. Renn- und Gravel-E-Bikes mit niedrigem Gewicht helfen dir, auf langen Etappen kraftsparender und oft auch schneller unterwegs zu sein.

Gerade bei Frauen sind leichte E-Bikes besonders gefragt. Viele entscheiden sich bewusst gegen wuchtige Motoren oder schwere Rahmen – und setzen lieber auf ein agiles, leicht zu handhabendes Rad, das den Alltag erleichtert.

Doch nicht in jedem Fall ist ein leichtes E-Bike die beste Wahl. Wer täglich sehr lange Strecken fährt, viel Gepäck transportiert oder auf starke Motorunterstützung bei Steigungen angewiesen ist, stößt mit einem Leichtgewicht schnell an Grenzen. Leichtere E-Bikes haben oft einen schwächeren Motor, kleinere Akkus und weniger Komfortausstattung. Je nach Einsatzbereich kann daher ein etwas schwereres E-Bike mit mehr Power und Ausstattung sinnvoller sein.

E-Bike wird über eine Treppe getragen
Fast 30 Kilogramm über die Treppe: Voll ausgestattete Komfort-E-Bikes sind nichts zum Tragen (Bild: wattmoves.de)

Diese 4 Faktoren bestimmen das Gewicht deines E-Bikes

Bei leichten E-Bikes wird zugunsten des Gewichts die Ausstattung angepasst und häufig reduziert. Vier Faktoren sind dabei entscheidend: Motor, Akku, Materialien und Ausstattung.

Spezielle Motoren zur Gewichtsreduktion

Bei leichten Elektrofahrrädern kommen häufig kompakte Antriebssysteme zum Einsatz – zum Beispiel der Fazua Ride 60, der Mahle X30 oder Systeme wie der TQ-Mittelmotor. Die Motoren wiegen weniger als konventionelle Mittelmotoren und liefern genug Schub für Stadt, Pendelstrecke oder sportliche Touren – bei steilen Anstiegen können sie jedoch an ihre Grenzen stoßen. Ein Mittelweg zwischen Leichtgewicht und Leistung wäre hingegen die Bosch Performance Line SX – ein leichter Mittelmotor, der sich vor allem an die Bedürfnisse von E-Mountainbikern richtet.

Mahle X30: Neues Antriebssystem für leichte E-Bikes - eBikeNews
Fazua Ride 60 - eBikeNews
Bosch SX am Flyer Uproc SL X - eBikeNews

Kleinere Akkus sparen einige Kilogramm

Der Akku ist einer der größten Faktoren für das Gewicht eines E-Bikes. Viele leichte Elektrofahrräder haben entsprechend Akkus mit 200 bis 400 Wattstunden. Für Alltagsfahrten reicht das aus, für Touren oder Ausflüge eher nicht. Einige Hersteller bieten jedoch optionale Range Extender für mehr Reichweite.

Leichte Materialien reduzieren das Gesamtgewicht

Die meisten konventionellen E-Bike-Rahmen werden heute aus Aluminium gefertigt. Das Material ist leicht, stabil und nicht allzu teuer. Wer noch weniger Gewicht will, greift zu Karbon: Das Material ist superleicht und zudem steif und gut zu verarbeiten. Nicht nur im Rahmen wird es eingesetzt, auch die Gabel und sogar die Felgen können aus Karbon angeboten werden. Doch eine solche Ausstattung geht schnell ins Geld.

Puristische Ausstattung hält das E-Bike leicht

Statt Federgabel, Dämpfer, Gepäckträger oder breiter Bereifung setzen viele Hersteller bei leichten Modellen auf Minimalismus. Das spart Gewicht, kann aber auch Komfort kosten – vor allem auf schlechten Wegen oder mit Gepäck. Für viele Komponenten lassen sich Alternativen in Leichtbauweise finden – jedoch zu einem entsprechenden Preis.

Dabei sind nicht alle Light-E-Bikes zwingend aus Karbon gefertigt, viele urbane Modelle punkten zum Beispiel mit puristischem Design, kompakten Heckmotoren und kleinen Intube-Akkus.

Leichte E-Bikes im Test: Unsere besten Preis-Leistungs-Tipps

Leichte E-Bikes müssen nicht immer teuer sein. Viele günstige Hersteller bringen mittlerweile Modelle deutlich unter 20 Kilogramm für unter 2.000 oder sogar unter 1.000 Euro auf den Markt – meist City-E-Bikes, urbane Commuter oder E-Falträder. Hier sind unsere aktuellen Favoriten.

Leichtes E-Bike für Damen: Der Testsieger Engwe N1 Air ST

Nicht häufig legen Hersteller bei Tiefeinsteigern viel Wert auf ein geringes Gewicht. Der Low-Budget-Hersteller Engwe bringt mit dem Modell N1 Air ST (Test) ein sportliches City-E-Bike mit Karbonrahmen auf den Markt. Das N1 Air wird von einem Heckantrieb mit Drehmomentsensor angetrieben. Mit 360 Wattstunden ist der Akku eher moderat bemessen.

Der Tiefeinsteiger richtet sich als 16 Kilogramm leichtes E-Bike eher an Damen und kostet derzeit 1.299 Euro. Im Test konnte uns diese Version voll überzeugen. Für Herren sieht der Hersteller auch ein entsprechendes Modell mit Diamantrahmen vor.

Engwe N1 Air ST im Test

Absoluter Preis-Gewichts-Kracher: Fiido Air

Mit nur 13 Kilogramm Gesamtgewicht macht das Fiido Air (Test) seinem Namen wirklich alle Ehre. Der leichte urbane Commuter wird über einen Karbonriemen ohne Schaltung angetrieben. Dank des Mivice-Heckmotors mit Drehmomentsteuerung läuft das sportliche Bike solide und flüsterleise.

Auch die Komponenten können überzeugen. Einzig und allein die Akkukapazität von 209 Wh ist relativ knapp bemessen. Für alltägliche Distanzen dürfte die Reichweite ausreichen – und was kann man für derzeit 1.799 Euro für ein so leichtes Karbon-E-Bike noch mehr erwarten?

Fiido Air - eBikeNews

Smart mit Automatikschaltung: Lemmo One Collab.Ride

Besonders überzeugt hat uns im Test das Lemmo One Collab.Ride, der Nachfolger des beliebten Lemmo One MK2. Das smarte E-Bike schaltet auf Wunsch vollautomatisch, was besonders in der Stadt hervorragend funktioniert. Auch hinsichtlich der Alltagstauglichkeit und der Fahreigenschaften punktet das Lemmo One.

Mitsamt Akku wiegt das E-Bike rund 18 Kilogramm. Besonders praktisch: Der Smartpac-Akku mit 530 Wattstunden ist entnehmbar und als Powerbank nutzbar. Das Lemmo One Collab.Ride startet im Webshop ab 2.590 Euro inklusive Smartpac.

Lemmo One Collab.Ride in der Seitenansicht

E-Faltrad mit Fliegengewicht: Ado Air Carbon

Nicht alle E-Falträder sind aufgrund ihrer Größe auch leicht. Das Ado Air Carbon (Test) jedoch schon. Mit 14,7 Kilogramm Gesamtgewicht lässt es sich problemlos überall hin mitnehmen. Zum Testzeitpunkt waren es 12,5 Kilogramm, inzwischen liefert Ado Schutzbleche und Gepäckträger ab Werk mit.

Der leistungsfähige Bafang-Heckmotor wird über einen Drehmomentsensor gesteuert und bietet ein gut abgestimmtes Fahrgefühl, welches durch den recht stabilen Karbonrahmen unterstützt wird. Mit 345 Wattstunden reicht die Kapazität des Akkus in der Sattelstütze außerdem für mehr als nur die letzte Meile. Das Ado Air Carbon ist im Webshop derzeit für 1.999 Euro erhältlich.

ADO Air Carbon Test: Ein echter Hingucker in schwarz | Quelle: eBikeNews

Leicht für unter 1.000 Euro: Fiido C21

Dass ein leichtes E-Bike keinen vierstelligen Betrag kosten muss, beweist Fiido mit dem C21. Das sportliche E-Gravel wird von einem Mivice-Heckmotor mit Drehmomentsensor angetrieben und unterstützt harmonisch in Abhängigkeit von der Pedalkraft. Dazu kommen eine 9-Gang-Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen und ein sauber integriertes Display.

Mit Schutzblechen, Getränkehalter und allem Drum und Dran wiegt das Fiido C21 (Test) tatsächlich nur 18 Kilogramm. Anders als viele günstige E-Bikes wird es zudem in drei Rahmengrößen angeboten, sodass größere sowie kleinere Fahrer eine passende Sitzposition finden. Bei einer UVP von 1.799 Euro ist das C21 derzeit für 999 Euro erhältlich.

Fiido C21 in der Seitenansicht

Platzwunder mit vollem Fahrgefühl: Tenways CGO Compact

Kein Faltrad, aber fast so kompakt: Beim Tenways CGO Compact lassen sich der Lenker querdrehen und die Pedale einklappen, sodass das 20-Zoll-Rad hinter jede Tür passt. Trotzdem fährt es sich in unserem Test wie ein ausgewachsenes Citybike. Der Tenways C9 Nabenmotor mit 45 Nm wird über einen Drehmomentsensor gesteuert und reagiert angenehm feinfühlig.

Mit 19,8 Kilogramm bleibt das CGO Compact knapp unter der 20-Kilo-Marke und ist das schwerste Modell unserer Auswahl. Dafür bietet es mit 500 Wattstunden einen großen Akku und ist mit gefederter Sattelstütze, integrierter Beleuchtung und höhenverstellbarem Vorbau voll ausgestattet. Das Tenways CGO Compact kostet 1.999 Euro.

Tenways CGO Compact in der Seitenansicht

Kaufberatung: So findest du das perfekte leichte E-Bike

Beim Kauf von leichten E-Bikes solltest du nicht nur auf das Gewicht achten. Das Modell sollte in jeder Hinsicht zu deiner Körpergröße, deinen Komfortansprüchen und dem geplanten Einsatzbereich passen. Hier ein paar Tipps speziell für den Kauf von leichten E-Bikes.

Rahmenform und -größe

Diamantrahmen mit geradem Oberrohr bieten mehr Stabilität und wirken sportlicher, ein Tiefeinsteiger lässt dich jedoch komfortabler auf- und absatteln. Leichte E-Bikes speziell für Damen werden häufig als Tiefeinsteiger oder mit Trapezrahmen angeboten und eignen sich für kleinere Körpergrößen.

Handling und Fahreigenschaften

Nicht jeder Rahmen passt zu deiner gewünschten Haltung und dem gewünschten Feeling. Gerade leichte E-Bikes neigen eher zu einer sportlichen Sitzposition. Wähle ein Bike, auf dem du dich wohlfühlst. Du setzt auf ein leichtes Urbanbike, weil du das Fahrrad in der Wohnung abstellen willst? Teste, ob du es auch leicht heben kannst, ohne dich mit Schmierfett oder dem Dreck der Reifen zu beschmutzen.

Federung

Die meisten Light-E-Bikes haben keine Federung. In Kombination mit schmalen Reifen und einem steifen Rahmen kann das die Handgelenke beanspruchen. Achte darauf, ob du mit dem E-Bike deine gewohnten Strecken mit ausreichendem Komfort durchhältst.

Akkureichweite & Ausstattung

Kleinere Akkus haben weniger Gewicht – und eine kürzere Reichweite. Nicht immer stimmen die Angaben der Hersteller mit der Realität überein. Erkundige dich im Netz nach Erfahrungswerten. Puristisch sieht oft gut aus und sorgt für weniger Gewicht. Doch wenn du häufiger auf nasser Straße fährst, sind Schutzbleche ein Muss. Mit Gepäckträger fällt das Pendeln zur Arbeit außerdem leichter. Sorge für die passende Ausstattung – auch wenn es dich ein paar Gramm mehr kostet. Wie bei allen E-Bikes solltest du außerdem auf die Verarbeitung und die Auswahl hochwertiger oder zumindest ordentlicher Komponenten achten.

Fazit: Wann sich ein leichtes E-Bike wirklich lohnt

Leichte E-Bikes spielen vor allem im Stadtverkehr, auf Reisen oder für Menschen, die ihr Rad öfter mal tragen müssen, ihre Stärken voll aus. Doch Leichtbau heißt auch: bewusst wählen. Kleinere Akkus, schlankere Ausstattung und gezielte Technik erfordern einen klaren Blick auf deine eigenen Bedürfnisse.

Wer Komfort, Reichweite oder Power an erster Stelle sieht, sollte den Kompromiss kennen – oder gezielt nach Modellen suchen, die trotz geringem Gewicht möglichst viele Alltagsanforderungen erfüllen. Und wie immer steht die Entwicklung nicht still: Was heute noch als „leicht“ gilt, kann morgen schon der neue Standard sein.

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Nils

Nils

Lebt als Autor und Freediving-Instructor in Deutschland und Ägypten. Wenn er nicht gerade unter Wasser ist und die Luft anhält oder seinem Schreibtisch-Job nachgeht, ist er meist auf dem Bike oder auch gerne mit dem autarken Camper unterwegs.


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Tags: CarbongünstigKaufberatungLeichtes E-Bike

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