Er rollt auf zwei Rädern hinter dir her, dreht sich um und springt über Bordsteine. Ein bisschen wirkt er wie ein kleiner Filmroboter aus einem Science-Fiction-Streifen, ein R2-D2 auf Rädern sozusagen. Beni, der Kameraroboter des US-Start-ups Mondo Robotics ist aber keine Spielerei, sondern eine autonome 4K-Kamera. Sie kann überall dort filmen, wo eine Drohne gar nicht erst abheben darf.
Was der Kameraroboter Beni kann
Beni ist im Kern eine 4K-Kamera auf Rädern, die sich selbst steuert – ohne Smartphone. Der Roboter erkennt Personen als Motiv und folgt automatisch. Hinter dir, neben dir oder im Kreis um dich herum. Bis zu 29 Kilometer pro Stunde soll er erreichen, wiegt rund 1,8 Kilogramm und richtet sich nach einem Sturz von selbst wieder auf. Ein Akku hält etwa anderthalb Stunden, gefilmt wird stabilisiert, der interne Speicher fasst 32 Gigabyte.

Beni als Alternative zur Filmdrohne
Der eigentliche Reiz liegt im Vergleich zur Drohne. Wer sich beim Radeln, Laufen oder Wandern selbst filmen will, greift heute oft zu kleinen Follow-me-Drohnen wie der DJI Neo 2 oder der HoverAir X1 Pro. Die heben ab und fliegen mit. Nur dürfen sie das nicht überall. In vielen Städten, Parks und Naturschutzgebieten gelten Flugverbote oder starke Einschränkungen.
Dazu kommt der Papierkram. In Deutschland müssen Betreiber der meisten Kameradrohnen registriert sein. Eine Drohnen-Haftpflicht ist außerdem Pflicht. Ein Roboter kann diese Hürden erst einmal umgehen.
Was im Test schon klappt und was noch nicht
Der YouTuber-Kanal Dad Verb hat ein Vorserienmodell wochenlang ausprobiert. Die Bilanz fällt dabei aber gemischt aus. Das automatische Folgen funktioniert im Freien erstaunlich gut und besser als erwartet. In der Wohnung verliert der Roboter sein Ziel dagegen schnell.
Die spektakulären Kunststücke aus den Werbevideos, also Hindernisse überspringen und ihnen im Fahren ausweichen, klappten bei ihm noch nicht zuverlässig. Beni ist eben ein frühes Modell, an dem die Software noch laufend verbessert wird.
Wo Beni Probleme lösen kann
Der Roboter ist hauptsächlich für Leute konzipiert, die sich selbst filmen und niemanden hinter der Kamera haben. Solo-Creator, Sportler ohne Kamerateam und alle, die auf den Familienvideos nie zu sehen sind, weil sie immer selbst draufhalten. Mit knapp 29 km/h hält Beni sogar beim normalen Radeln mit.
Keine Garantie trotz erfolgreichem Crowdfunding
So charmant das Ding ist, befindet sich Beni noch am Anfang seiner Karriere und ist kein fertiges Produkt aus dem Laden. Der Roboter läuft als Kickstarter-Kampagne und liegt mit aktuell rund 2,2 Millionen US Dollar inzwischen mehr als 44-mal über dem Ziel von 50.000 $.
Eine Überfinanzierung ist aber keine Liefergarantie. Du unterstützt ein Projekt, das sich noch entwickelt und kaufst kein fertiges Gerät. Auch stark finanzierte Kampagnen können sich verspäten oder scheitern. Ausgeliefert werden soll Beni frühestens ab Oktober 2026, eines der Frühbucher-Sets startet bei rund 480 Euro.














