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Home E-Bike Tests

Günstiges City-E-Bike im Test: Voll ausgestattetes UcityS kostet nur 689 Euro

von Simon Stich
7. Juli 2026
in Tests
Das E-Bike Finbike UcityS im Praxistest

Das UcityS tritt als besonders preiswertes City-E-Bike an, das dennoch eine erstaunlich vollständige Ausstattung mitbringt. Im Praxistest klären wir, ob es im Alltag auch wirklich abliefert oder ob der Hersteller vielleicht an der falschen Stelle spart. ➜ Zum Angebot bei iScooterGlobal

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Günstig, aber nicht billig: Erster Eindruck zum UcityS

Beim Zusammenbau ist das UcityS etwas arbeitsintensiver als viele andere E-Bikes. Der Aufbau klappt zwar grundsätzlich gut, nimmt aber mehr Zeit in Anspruch als üblich. Das liegt nicht an komplizierten Arbeitsschritten, sondern an der Menge der Teile, die noch nicht vormontiert sind.

Finbike UcityS im Paket
Das Paket wiegt rund 36 kg.
Zubehör zum Finbike UcityS
Zubehör, Akku und Netzteil.

Neben Sattel und Pedale müssen auch Lenker, Vorbau, Scheinwerfer, Vorderrad, Klingel, beide Schutzbleche, Gepäckträger, Rücklicht und sogar der vordere Bremssattel angebracht werden. Die deutsche Anleitung ist dafür aber hilfreich. Für Personen mit etwas Geschick ist das alles machbar, aber auch kein Fünf-Minuten-Job.

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Interessant zu wissen: Das UcityS wurde uns in einer Verpackung von Finbike geliefert, wo das Modell bisher erhältlich war. Der Vertrieb erfolgt ab sofort jedoch nur noch über iScooterGlobal. Es handelt sich daher nicht um eine Eigenentwicklung, sondern eher um ein White-Label/OEM-Produkt. Dass das nicht schlecht sein muss, zeigt das UcityS im Test.

  • Produktdetails
  • Motor: Heckantrieb / 65 Nm
  • Akku: 468 Wh
  • Schaltung: Shimano 7-Gang
  • Gewicht: 28 kg / 120 kg Nutzlast
  • Reichweite: 90 km (Herstellerangabe)
  • Preis: 688,99 Euro

Wenn das UcityS dann fertig zusammengebaut vor einem steht, fällt der erste Eindruck direkt positiv aus. Für ein E-Bike dieser Preisklasse ist es richtig ordentlich verarbeitet. Auch die Schweißnähte machen keinen billigen Eindruck. Im Gegenteil: Bei teureren E-Bikes habe ich schon deutlich gröbere Lösungen gesehen. Der Stahlrahmen sieht im Gesamtpaket solide aus. Er passt zu einem einfachen, aber möglichst alltagstauglichen E-Bike.

Finbike UcityS im Test.

Beim Design setzt das UcityS auf einen City-Look mit tiefem Einstieg. Neben der hier getesteten schwarzen Variante bietet der Hersteller das E-Bike auch in Lila an. Die schwarze Version ist eher schlicht, bekommt aber durch Griffe und Sattel in Lederoptik ein paar warme Farbtupfer. Ein auffälliges Lifestyle-Bike will und muss das UcityS nicht sein.

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Kurzfazit: Das UcityS ist ein günstiges City-E-Bike, das mit relativ kräftigem Motor überrascht. Im Test überzeugt es auf kurzen und mittleren Strecken durch seine einfache Bedienung und seine Alltagstauglichkeit. Schwächen gibt es beim hohen Gewicht und bei den leider nur mechanischen Bremsen. Für den Preis bleibt das UcityS trotzdem ein sehr interessantes Angebot für Stadtfahrer.

Ausstattung im Detail: Was bietet das iScooter UcityS?

Wie zu erwarten kommt bei dem wirklich niedrigen Preis ein Nabenmotor zum Einsatz. Die Dauerleistung liegt bei den gesetzlich vorgeschriebenen 250 Watt, in der Spitze sind aber auch kurzzeitig 500 Watt möglich. Als maximales Drehmoment gibt der Hersteller starke 65 Nm an. Unterstützt wird bis 25 km/h. Die Steuerung übernimmt ein Trittfrequenzsensor.

Hintergrund: Ein Trittfrequenzsensor erkennt nur, ob die Pedale bewegt werden. Wie viel Kraft tatsächlich auf das Pedal kommt, misst er dagegen nicht. Das unterscheidet ihn von einem Drehmomentsensor, der die Unterstützung feiner an den tatsächlichen Krafteinsatz anpassen kann.

Motor des Finbike UcityS

Zum Laden lässt sich der abschließbare Akku leicht von oben aus dem Rahmen herausnehmen. Er arbeitet mit einer Spannung von 36 Volt und kommt auf 468 Wh Kapazität. Als maximale Reichweite nennt iScooter rund 90 km. Wie immer hängt dieser Wert aber stark von Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Strecke, Temperatur und Wind ab. Wie lange der Akku durchhält, finden wir im Praxistest heraus.

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Akku des Finbike UcityS

Am Lenker sitzt ein vergleichsweise großes LC-Display. Es ist monochrom und einfach gehalten, zeigt die wichtigsten Infos aber trotzdem an. Sichtbar sind u.a. Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe und Kilometerstand. Bedient wird es über drei Tasten. Smarte Funktionen gibt es nicht, aber ein nützlicher USB-A-Port lädt unterwegs Smartphones und andere Geräte auf.

iScooter UcityS ansehen
Display und USB-Anschluss des Finbike UcityS

Ebenfalls einfach gehalten ist die Shimano-7-Gang-Schaltung. Sie wir über einen Daumenschalter bedient und bietet die klassische Bandbreite für Stadtverkehr, Radwege und moderate Steigungen. Gebremst wird vorne und hinten mit mechanischen Scheibenbremsen. Diese Bauart arbeitet mit Bowdenzügen statt mit Hydraulikflüssigkeit und kommt häufig bei günstigeren E-Bikes zum Einsatz.

Lenkergriff des Finbike UcityS

Für mehr Komfort ist vorne eine Federgabel verbaut. Preisbedingt gibt es am Heck keine Federung, auch keine gefederte Sattelstütze. Die 26 Zoll großen Reifen sind mit fast 2 Zoll etwas breiter als herkömmliche Trekkingreifen. Ein echtes Gelände-E-Bike wird aus dem UcityS aber trotzdem nicht.

Ein starkes Frontlicht, ein Rücklicht mit Bremslicht sowie Schutzbleche aus Metall und ein robuster Gepäckträger sind außerdem mit dabei. Als maximale Belastung des E-Bikes nennt der Hersteller 120 kg inklusive Fahrer, das Eigengewicht liegt bei 28 kg.

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Damit ist das UcityS kein Leichtgewicht, liegt aber durchaus noch im üblichen Rahmen für City-E-Bikes dieser Preisklasse. Der Rahmen ist für Fahrer zwischen 1,55 und 1,85 m konzipiert.

LED-Scheinwerfer des Finbike UcityS
Der große LED-Scheinwerfer …
Rücklicht des Finbike UcityS
… und das Rücklicht mit Bremslicht.
Hält viel aus: der Gepäckträger

Für den Preis von nur 688 Euro fällt die Ausstattung ungewöhnlich vollständig aus. Das UCityS ist damit direkt einsatzbereit und es muss nichts mehr nachgekauft werden. Wie gut die einzelnen Komponenten zusammenspielen, zeigt sich aber erst beim Fahren.

IScooter UcityS im Test: So fährt sich das E-Bike

Besonders leichtfüßig fährt sich das iScooter UcityS nicht, dafür aber ruhig und berechenbar. Wer ein direktes, agiles E-Bike erwartet, ist hier falsch. Wer aber ein Alltagsrad für Stadt, Einkauf und Pendelwege sucht, bekommt das, was die Optik schon vorher versprochen hat.

Unterwegs mit dem Finbike UcityS.

Die Sitzposition ist aufrecht und der tiefe Einstieg erleichtert das Anhalten und Absteigen. Das UcityS lädt nicht unbedingt zum sportlichen Fahren ein. Stattdessen fühlt es sich auf entspannten Alltagsstrecken am wohlsten. Es will gemütlich bewegt werden, eher mit Blick auf Komfort und Übersicht als auf Tempo. Auch der Sattel ist bequem.

Sattel des Finbike UcityS

Mit seinen 65 Nm unterstützt der Motor doch kräftiger, als ich es bei einem E-Bike dieser Art und Preisklasse erwartet habe. Die Unterstützungsstufen fühlen sich aber nicht wie fein dosierte Kraftstufen an, sondern sind festgelegte Geschwindigkeitsbereiche. Nach ziemlich genau einer Pedalumdrehung beginnt der Motor mit der Unterstützung.

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iScooter UcityS ansehen

Bei Stufe eins geht es mit 6 km/h entsprechend langsam vorwärts. In den höheren Stufen steigt die Zielgeschwindigkeit dann schrittweise, bis das Rad mit 25 km/h unterstützt. Schneller fahren ist kein Problem, aber dann muss die reine Muskelkraft übernehmen.

Hinweis: In manchen Shops ist beim UcityS von einem Gashebel und einer Freischaltung auf 32 km/h die Rede. Bei dem getesteten Exemplar lässt sich das aber nicht bestätigen. Weder liegt im Paket ein Gashebel bei noch funktionierte die kursierende Tastenkombination zur Freischaltung der höheren Geschwindigkeit. Der Hersteller erfüllt damit alle Anforderungen für den deutschen Markt und hat das E-Bike auf den legalen Betrieb bis 25 km/h ausgelegt.

Die Sitzposition ist aufrecht.

Während der Fahrt fällt das Gewicht von 28 kg kaum auf, beim Tragen in den Fahrradkeller oder bei Treppen dagegen schon. Auch beim Schieben ohne Motorunterstützung fühlt sich das UcityS nicht leicht an. Eine integrierte Schiebehilfe (6 km/h) sorgt aber dafür, dass weniger Kraft benötigt wird.

Die Federgabel erledigt ihren Job gut. Rauen Asphalt und andere Unebenheiten kommen weniger hart am Lenker an. Bei großen Schlägen tut sich die Einsteigergabel aber schwer. Der Komfort ist insgesamt trotzdem ordentlich.

Auch die 26-Zoll-Reifen tragen ihren Teil dazu bei, dass das UcityS auf normalen Stadtstrecken sehr stabil rollt. Auf befestigten Wegen außerhalb der Stadt kann man damit ebenfalls fahren. Für grobe Feldwege oder sportliche Ausflüge ins Gelände ist das Rad nicht gemacht.

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Vorderrad des Finbike UcityS
Die 1,95-Zoll-Reifen des E-Bikes vorne …
Hinterrad des Finbike UcityS
… und natürlich auch hinten.

Die mechanischen Scheibenbremsen verzögern das City-E-Bike sicher, sind aber weniger fein dosierbar als hydraulische Anlagen.

Reichweite: Wie weit kommt das E-Bike wirklich?

Der Hersteller nennt für das UcityS eine Reichweite von rund 90 km. Im Praxistest waren rund 50 km realistisch. Gefahren wurde im Kaiserstuhl und in Freiburg, also einer Mischung aus hügeliger Landschaft und Stadtverkehr. Die Temperatur lag bei etwa 25 Grad.

Der Akku lässt sich entnehmen.

Wer also mit dem UcityS zur Arbeit fährt, Einkäufe erledigt oder generell in der Stadt unterwegs ist, kommt mit Akku und Reichweite sicher gut zurecht. Für besonders lange Touren oder Pendelstrecken mit vielen Höhenmetern sollte man entsprechend vorsichtiger planen.

Das lautlose Netzteil ist klein und leicht. Beim Laden zieht es rund 90 Watt. Eine komplette Ladung dauert etwas weniger als 6 Stunden und liegt damit sogar leicht unter der offiziellen Herstellerangabe. Über Nacht wird die herausnehmbare Batterie also problemlos wieder voll.

Akku des Finbike UcityS

Für wen lohnt sich das UcityS E-Bike?

Das iScooter UcityS lohnt sich für alle, die ein günstiges, voll ausgestattetes City-E-Bike suchen und dabei keine besonders hohen Ansprüche an das Gewicht stellen. Für den Preis von nur 688,99 Euro bekommt man bei iScooterGlobal kein edles Rad, aber ein erstaunlich brauchbares Gesamtpaket für den Alltag.

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VorteileNachteile
⬆ starkes Preis-Leistungs-Verhältnis⬇ kein Drehmomentsensor
⬆ kräftiger Heckmotor ⬇ hohes Gewicht
⬆ komplette Alltagsausstattung⬇ mechanische Scheibenbremsen
⬆ gute Stadt-Reichweite⬇ keine Smart-Features
⬆ gute Verarbeitung ⬇ Aufbau dauert länger

Weniger passend ist das UcityS für Nutzer, die ein leichtes, sehr agiles oder besonders fein abgestimmtes E-Bike erwarten. Dann ist das UcityS nicht die erste Wahl. Seine Stärken zeigt das E-Bike eher auf kurzen und mittleren Strecken. Für Wege zur Arbeit, Fahrten zum Supermarkt, Besorgungen in der Stadt oder entspannte Runden auf Radwegen ist das UcityS eine gute Investition.

UcityS im Shop ansehen
Das E-Bike Finbike UcityS lohnt sich

Alternativen zum iScooter UcityS

Falls dir das UcityS nicht zusagt, lohnt sich ein Blick auf mögliche Alternativen. Preislich ist das Touroll J1 ST (Test) nah dran. Für 699 Euro gibt es einen günstigen Tiefeinsteiger, der mit hydraulischen Scheibenbremsen und einer ordentlichen Reichweite punktet.

Eine modernere, aber auch teurere Alternative ist das Engwe N1 Air ST (Test) für aktuell 1.169 Euro. Der Carbonrahmen und das Gewicht von nur 15,6 kg machen es deutlich handlicher. Hinzu kommt ein Mivice-Heckmotor mit Drehmomentsensor und eine Ortungsfunktion.

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Simon Stich

Simon Stich

Fährt immer lieber mit zwei statt mit vier Rädern – und setzt sich nicht nur in Freiburg für eine (noch) bessere Radinfrastruktur ein. Da er ohnehin gerne und viel über E-Bikes und Technik schreibt, hat er hier das Beste aus beiden Welten kombiniert.


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Tags: City E-BikeE-BikeE-Bike TestHeckantriebShimano

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