Ein junges Startup will zeigen, dass der Fahrradtransport mit dem Auto noch deutlich einfacher funktionieren kann. Schon ein kurzer Handgriff soll ausreichen. Dieser neue Fahrradträger denkt das Thema tatsächlich komplett neu.
Fahrradträger Fastrack will Trägersystem neu aufziehen
Wer schon mal ein Fahrrad hinten am Auto befestigt hat, kennt das Spiel: Haltearme ausrichten, Rahmen einklemmen, Gurte straffziehen, alles nochmal nachjustieren – und am Ende noch hoffen, dass nichts wackelt.
Fastrack hat sich dieses eher nervige Prozedere angeschaut und komplett umgedreht. Statt viel Gefummel reicht es hier laut Hersteller, das Fahrrad hinten aufzustellen, vorn am Rad einzuhängen und mit zwei Gurten zu sichern. Keine Haltestangen, keine Rahmenklemmen und vor allen Dingen kein unnötiges Lenkerdrehen damit man sich die Heckscheibe nicht zerdrümmert.
Das klappt, weil der Träger das Fahrrad leicht schräg hält. Das Rad steht stabil, ragt etwas über das Auto hinaus, ohne dabei seitlich überzustehen. Gerade bei Transportern, Kastenwagen oder Wohnmobilen mit großen Hecktüren und breiten Lenkern am Fahrrad kann das ein echter Vorteil sein. Durch die vertikale Position hängen die Fahrräder bei kleineren Autos allerdings ziemlich hoch. Wer in einer Tiefgarage parkt oder unter niedrigen Durchfahrten durch muss, muss das genau wie bei einem Dachträger im Hinterkopf behalten.
So funktioniert das neue Trägersystem:
Fastrack: Schnell eingehängt, trotzdem stabil?
Das System wiegt nach Angaben des Herstellers weniger als 20 Kilogramm und bleibt damit gut zu handhaben. Trotzdem soll es zwei Fahrräder sowie auch schwere E-Bikes aufnehmen können. Der Kofferraum bleibt jederzeit erreichbar, auch bei Transportern mit Flügeltüren. Bei bisherigen Trägern ist das selbst mit Klappmechanismus oft schwierig. Fastrack will mit seinem neuen Produkt daher nicht nur die Beladung einfacher machen, sondern auch beim Komfort im Alltag punkten.
Noch handelt es sich allerdings um einen Prototyp. Das finale Design ist noch in Arbeit, die TÜV-Prüfung läuft. Dazu gehören unter anderem Tests zur maximalen Belastung, zur Haltbarkeit und zum Korrosionsschutz. Der Marktstart ist dennoch irgendwann für das Jahr 2025 angesetzt, nach einer Kampagne bei Kickstarter. Wie viel der Fastrack kosten wird, ist daher ebenfalls leider noch nicht bekannt. Die Idee ist simpel, könnte die Mitnahme von Fahrrädern jedoch wirklich revolutionieren.