Für Fahrraddiebe brechen harte Zeiten an: Ab Ende Januar 2026 wird der Weiterverkauf von gestohlenen Bosch E-Bikes fast unmöglich. Ein neues, kostenloses Update für das Smart System markiert betroffene Räder digital und für jeden sichtbar. Damit schiebt der Marktführer dem Handel mit Hehlerware einen Riegel vor und macht gestohlene Bikes auf dem Gebrauchtmarkt faktisch wertlos.
Bosch E-Bikes: Vor dem Kauf prüfen statt später ärgern
Wer künftig ein gebrauchtes E-Bike mit dem smarten System von Bosch kaufen möchte, kann vorher über die Flow-App des Herstellers den Status prüfen. Falls die App das E-Bike als gestohlen erkennt, sehen Nutzer diese Markierung sofort – idealerweise, bevor sie sich zum Kauf entschieden haben.
Dabei bleibt es laut der Ankündigung von Bosch aber nicht, denn auch Fachhändler und Behörden können den Status bei Bedarf einsehen, sofern eine Verbindung zum betroffenen E-Bike besteht. Die Seriennummern der Komponenten wie Akku oder Motor erscheinen deutlich sichtbar, heißt es. Damit verlieren gestohlene E-Bikes faktisch ihren Wert auf dem Gebrauchtmarkt.
Das ist besonders für private Käufer wichtig. Statt sich auf Kaufverträge oder vage Zusicherungen verlassen zu müssen, bietet die Flow App eine digitale Kontrolle. Für Bosch selbst ist das der nächste Schritt dahin, den E-Bike-Diebstahl so unattraktiv wie möglich zu machen. Ende Januar 2026 soll die nützliche Funktion in der Flow-App Einzug halten.

Neuer Diebstahlschutz von Bosch ist kostenlos
Das neue Diebstahlschutz-Feature ist vollständig kostenlos. Das ist wichtig, denn andere Sicherheitsfunktionen wie das „Battery Lock“ von Bosch sind Teil des Flow+ Abos, das jährlich 40 Euro kostet. Käufer müssen also kein Abo abschließen, um gebrauchte E-Bikes auf ihren Status zu prüfen. Die Markierung als gestohlen lässt sich auch nicht einfach entfernen. Nur das ursprüngliche, registrierte Nutzerprofil kann die Sperre wieder aufheben.
Auch technisch gesehen wird der Weiterverkauf deutlich unattraktiver, wie Bosch erklärt. Over-the-Air-Updates, individuelle Fahrmodi und sogar Services beim Händler sind nicht mehr möglich, heißt es.
Trotzdem ersetzt die Funktion weder ein vernünftiges Schloss noch eine E-Bike-Versicherung. Die digitale Sperre schützt vor dem Weiterverkauf, aber nicht vor dem Diebstahl selbst. Wer auf Nummer sicher gehen will, findet in unserem Versicherungsratgeber für E-Bikes alle wichtigen Infos.














