Der Jimmy Matrix M9 Pro ist eine Umkehrosmoseanlage für Trinkwasser für 339 Euro (mit Rabattcode) und wirkt schon beim Auspacken nicht wie ein normaler Wasserfilter, sondern wie eine kleine All-in-One-Wasserstation. Das System ist dadurch aber auch deutlich umfangreicher als die klassische Filterkanne. Was der Filter kann, wie das Wasser schmeckt und wo das Gerät seinen Nutzen hat, habe ich ausführlich getestet – und gemessen.
Was kann man vom günstigen Jimmy Matrix M9 Pro erwarten?
Nach meinem Test kann ich vorwegnehmen: Der Jimmy Matrix M9 Pro filtert deutlich gründlicher als eine klassische Brita-Kanne, liefert Wasser überraschend schnell und ersetzt bei uns tatsächlich den Wasserkocher. Zudem verändert das Gerät den Geschmack von Wasser spürbar, reduziert Kalk und liefert auf Knopfdruck gefiltertes Wasser für Tee, Kaffee oder die Zubereitung von Babynahrung.
Einordnung: Umkehrosmose und gereinigtes Wasser
Trinkwasser ist in unterschiedlichem Kontext immer wieder Thema. Dabei gewinnen Umkehrosmoseanlagen in Zeiten von Selbstoptimierung, gesteigertem Gesundheitsbewusstsein und Longevity immer mehr an Bedeutung. Denn deutsches Leitungswasser ist gut, aber nicht gut genug?
Das sage ich ganz ohne urteilenden Unterton, denn auch ich selbst bin für solche Themen durchaus empfänglich. Auf der anderen Seite war ich erst vor kurzem einige Monate im europäischen Süden unterwegs. Nichts habe ich so vermisst wie sauberes, deutsches Leitungswasser, das nicht nach Babybecken oder abgestandenem Regenwasser schmeckt.
Keine Frage, unser Leitungswasser hat eine hohe Qualität – und ist das mit am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Dass dennoch viele Menschen ihr Leitungswasser zusätzlich filtern wollen, zeigt schon der Erfolg der klassischen Brita-Kanne und ähnlicher Produkte.
Das kommt nicht von ungefähr. Obwohl deutsches Leitungswasser streng kontrolliert wird, sorgen Themen wie PFAS, Medikamentenrückstände (Studie) oder Nitratbelastungen regelmäßig für Diskussionen.
Durch die Umkehrosmose wird das Wasser durch eine extrem enge Membran gedrückt, durch die fast ausschließlich Wassermoleküle passen.
Das Ergebnis ist extrem reines Wasser. Die Filterleistung ist so gut, dass sogar Stoffe wie Pestizide (Studie) oder Bakterien (Studie) entfernt werden. Das betrifft allerdings auch sämtliche Mineralien wie Calcium, Magnesium oder Zink, wie Kritiker berechtigterweise anbringen.
Richtig eingeordnet ist es jedoch auch so, dass selbst extrem mineralhaltiges Wasser nicht reichen würde, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken. Den überwiegenden Teil nehmen wir ohnehin über Lebensmittel auf.
Umkehrosmose ist technisch also eine sehr wirksame Barriere gegen viele unerwünschte Stoffe im Trinkwasser. Doch ob Osmosewasser geschmacklich überhaupt erstrebenswert ist, und was der Jimmy M9 Pro im Familienhaushalt leistet, erfährst du in diesem ausführlichen Test.

Jimmy Matrix M9 Pro Test: Was kann das Gerät?
Der Anspruch des Jimmy Matrix M9 Pro ist klar: gefiltertes Wasser auf Knopfdruck, dazu Heißwasser direkt aus dem Gerät und optional sogar gekühltes sowie gesprudeltes Wasser.
Damit zielt das System nicht nur auf Nutzer, die Wasser aus Umkehrosmose wegen gesundheitlichen Gründe konsumieren wollen. Es richtet sich auch an Haushalte, die eventuell mehrere Geräte zusammenführen wollen und dafür Platz sowie einen gewissen Premium-Anspruch mitbringen.
Denn hier liegt mitunter ein großer Reiz des Geräts. Im besten Fall ersetzt der M9 Pro die Filterkanne, den Wasserkocher und mit Zusatzmodul sogar den Wassersprudler. Im Alltag funktioniert das in vielen Punkten erstaunlich gut – aber nicht ohne Kompromisse.
Verarbeitung und Bedienung: Hochwertiger erster Eindruck
Bei Verarbeitung und Bediengefühl sammelt der Jimmy Matrix M9 Pro früh Pluspunkte. Das Gehäuse ist sauber verarbeitet, das graue Design wirkt schlicht und hochwertig und der bündig eingelassene Touchscreen macht direkt einen guten Eindruck.
Auch die Bedienlogik ist schnell durchschaut. Ein Quickstart-Guide liegt bei, zusätzlich gibt es eine ausführlichere Anleitung. Das Gerät arbeitet mit insgesamt drei Filtern, die bei Lieferung bereits eingesetzt sind.

Praktisch gelöst sind auch die ersten Spülgänge. Die Tropfschale lässt sich entnehmen, sodass sich zum Spülen problemlos ein Topf unterstellen lässt. Kein großes Highlight, aber wer die Suche nach einem passenden Gefäß für das Entkalken der Kaffeemaschine kennt, wird es als Erleichterung empfinden.

Für die Wasserabgabe sind feste Mengen von 60, 150, 240 und 450 ml hinterlegt. Alternativ lässt sich die Ausgabe per Taste flexibel starten und stoppen. Beim Heißwasser sind Temperaturstufen von 45, 55, 65, 75, 85 und 98 °C anwählbar.
Die größte Stärke im Alltag: keine endlose Wartezeit
Eine erste wichtige Erkenntnis aus dem Test ist allerdings nicht die Funktionsvielfalt, sondern die Geschwindigkeit im Alltag. Der Jimmy Matrix M9 Pro liefert Wasser ziemlich zügig, sodass das Gerät nicht wie typische Filtertechnik wirkt. Selbst größere Mengen lassen sich ohne spürbare Wartezeit zapfen.
Besonders auffällig ist das bei heißem Wasser. Auch ein größerer Topf lässt sich mit 98 °C Wasser befüllen, ohne dass man sich in der Zwischenzeit Beschäftigung suchen muss.
Ja, das Wasser läuft logischerweise nicht wie aus der Leitung, es ist aber durchaus aushaltbar und mir im Alltag bisher nicht störend aufgefallen. Ein Liter Wasser mit der 65 °C Vorauswahl ist in etwa 1 Minute und 30 Sekunden gezapft. Das macht tatsächlich einen riesigen Unterschied zu vielen Tischfiltern, bei denen größere Mengen schnell mühsam werden.
Wer regelmäßig Tee trinkt, Besuch versorgt oder einfach viel gefiltertes Wasser nutzt, bekommt hier einen echten Komfortgewinn. Der M9 Pro fühlt sich in dieser Disziplin eher wie eine Küchenmaschine an und nicht wie ein klassischer Wasserfilter.

Temperaturstufen Warmwasser
Die Maschine hat wie bereits angesprochen 6 verschiedene Temperaturbereiche. In meinem Alltag ist das überaus praktisch, da wir auch ein Baby im Haushalt haben. Mit auf 45 °C erhitztem Wasser lässt sich wunderbar Brei anrühren oder Milch zubereiten. Und das in hervorragender Wasserqualität. Abends noch schnell einen Tee ohne viele Handgriffe? Ebenfalls kein Problem.
Die Maschine braucht dabei nur etwa drei Sekunden zum Aufheizen, das heiße Wasser kommt quasi auf Knopfdruck aus dem Gerät. Nachgemessen erreicht der Jimmy M9 Pro die angegebenen Temperaturen aber nicht vollständig. Beim Babyprogramm ist das Wasser etwa 41 °C warm, bei der 98 °C Option kam ich auf nur etwa 78 °C im Glas.

Zwar bin ich kein Tee-Sommelier, aber eine kurze Recherche verrät mir, dass für Kräuter- oder Früchtetees eher höhere Temperaturen erforderlich wären. Für Grüne Tees dagegen könnte die Temperatur perfekt sein. Mein Kräutertee-Test hat mir dennoch mehrfach sehr gut geschmeckt – und war ohne Abkühlen direkt trinkbar.
Wasserqualität und Messwerte: deutliche Reduktion im TDS-Vergleich
Für den Test des Matrix M9 Pro habe ich TDS- beziehungsweise PPM-Werte als grobe Orientierung gemessen. Diese Werte sagen zwar nicht direkt etwas über die Wasserqualität aus, liefern aber einen brauchbaren Eindruck, wie stark das System gelöste Stoffe reduziert. Gemessen wird hierbei die elektrische Leitfähigkeit. Das gibt wiederum Aufschluss über die Anzahl der gelösten Stoffe.
| Medium | PPM |
|---|---|
| Leitungswasser | ~ 270 |
| Brita Filter | ~ 250 |
| Outdoor Filter | ~ 275 |
| Jimmy M9 Pro | ~ 14-20 |
| Abwasser aus Umkehrosmose | ~ 760 |



Bei den gemessenen Werten wird relativ schnell klar, dass der Jimmy Matrix M9 Pro deutlich gründlicher arbeitet als eine einfache Aktivkohlekanne. Wobei man hierbei nicht außer Acht lassen darf, wie viele Partikel durch Aktivkohlefilter eventuell ins gefilterte Wasser zurückgegeben werden. Für einen einfachen Plausibilitätscheck sprechen die Messwerte der Umkehrosmoseanlage jedenfalls klar für eine starke Reduktion gelöster Stoffe.
Auch die Geräteanzeige vom Jimmy selbst geht in dieselbe Richtung. Im Tank wurden bei frisch aufgefülltem Wasser Werte um etwa 150 TDS angezeigt, bei leerem Tank teilweise etwa 300 bis 350 TDS. Das gereinigte Wasser lag dagegen im Bereich 8-16 TDS.
Aus dem jeweiligen Verhältnis ergibt sich eine Filterleistung der gelösten Stoffe im Bereich von 97-98 Prozent. Für eine Tischanlage halte ich das für einen ziemlich guten Wert.
Nachgemessen: Verbrauch und Wasserausbeute vom Jimmy M9 Pro
Auch den Stromverbrauch habe ich im Test konkret gemessen. Im Standby arbeitet das System mit einer Leistungsaufnahme von nur 1,1 W überaus sparsam. Beim Heißwasser steigt die Leistungsaufnahme erwartungsgemäß auf bis zu 1.870 W beim 98 °C Programm an. Insgesamt wirkt das Gerät jedoch nicht sonderlich verschwenderisch. Während der Wasseraufbereitung zeigt mein Messgerät etwa 27 W, zusammen mit aktivem Kühlmodul bis zu 88 W.
Für einen realitätsnahen Stromverbrauch für eine vierköpfige Familie habe ich angenommen, dass die Maschine täglich etwa 8,5 Liter liefern muss. Davon 1 Liter mit 45 °C und 1 Liter mit 98 °C. Ohne Kühlmodul, aber inklusive Standby-Verbrauch über 24 Stunden verbraucht der M9 Pro mit dieser Menge an Trinkwasser ungefähr 0,160 kWh. Das entspricht ungefähr dem Stromverbrauch für weich gekochte Frühstückseier (5 Minuten kochen) mit einer modernen Herdplatte.
Der jährliche Stromverbrauch kommt somit ungefähr auf 60 kWh. Bei einem Strompreis von 30 Cent ist der Betrieb mit 18 Euro pro Jahr kein großer Energiefresser und sicher nicht der größte Posten auf der Abrechnung. Für Besitzer einer Solaranlage ist diese Größenordnung zudem kaum relevant.
| Modus | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| Standby | ~ 1,1 W |
| Wasseraufbereitung | ~ 26,7 W |
| 45 °C Wasser | ~ 1.230 W |
| 98° C Wasser | ~ 1.870 W |
| Wasseraufbereitung + Kühlen | ~ 88 W |
Bei der Wasserausbeute ergab sich im Test ebenfalls ein solides Bild. In den Leitungswassertank der Maschine passt mit 5,25 Litern sogar 1/4 Liter mehr rein, als der Hersteller auf dem Datenblatt verspricht. Daraus konnte ich 3,75 Liter gereinigtes Wasser gewinnen. Die restlichen 1,5 Liter waren Abwasser.
Da der Jimmy M9 Pro als Tischgerät konzipiert ist und keinen direkten Wasseranschluss hat, spült die Maschine das „Abwasser“ wieder in den Leitungswassertank zurück. Dort wird das Wasser immer wieder gefiltert bis die TDS-Konzentration zu hoch ist oder der minimale Füllstand erreicht ist.
Das Verhältnis aus Reinwasser zu Abwasser ist in diesem Test also 2,5:1. Bedeutet, dass 2,5 Liter Osmosewasser etwa 1 Liter Abwasser erzeugen. Der Hersteller wirbt mit einem Verhältnis von 3:1, was durchaus erreichbar ist, wenn man den Wassertank nicht vollständig leert, sondern einfach Wasser nachkippt. Wie sich das in anderen Haushalten verhält, hängt allerdings stark vom jeweiligen Ausgangswasser ab.
Kalt- und Sprudelmodul: sinnvoll integriert, aber sehr raumgreifend
Getestet habe ich auch das Zusatzmodul für kaltes und sprudelndes Wasser. Es ist sauber ins System eingebunden, wird seitlich an die Basisstation angeschlossen und direkt mit Wasser versorgt. Das ist im Alltag praktisch, da man nicht erst an einem Gerät Wasser abzapfen und es dann an anderer Stelle weiterverarbeiten muss.

Die Kehrseite ist allerdings der Platzbedarf. Die Basiseinheit allein ist in etwa so groß wie ein moderner Philips Kaffeevollautomat und passt noch vergleichsweise gut in die Küche. Mit Zusatzmodul wird das Setup aber deutlich voluminöser. Die Größenwirkung erinnert dann eher an eine kleine Gastro-Kaffeemaschine.
Wer wenig Stellfläche hat oder seine Arbeitsplatte möglichst frei halten will, sollte diesen Punkt ernst nehmen. Der Jimmy Matrix M9 Pro ist mit Zusatzmodul kein unauffälliges Gerät mehr. Ohne Zusatzmodul lässt es sich aber gut unterbringen.
Lautstärke: Basis angenehm ruhig, Kühlmodul deutlich präsenter
Die Basiseinheit selbst arbeitet unauffällig. Gelegentlich ist die Pumpe hörbar, insgesamt bleibt das System aber angenehm zurückhaltend.
Anders sieht es beim Kühlmodul aus. Durch Lüfter und Kühltechnik ist es deutlich hörbar und im subjektiven Eindruck lauter als ein moderner Kühlschrank. Unerträglich ist das nicht, in ruhigen Wohnküchen kann es aber stören.
Zudem ist der Nutzen der Kühleinheit eher begrenzt. Nach meinen Messungen liefert das Modul im Test bei 23° C Raumtemperatur nur 16° C kaltes Wasser.
Alltagsnachteile am Jimmy M9 Pro Wasserfilter
Im täglichen Gebrauch fallen nach vielen guten Eindrücken aber auch Details auf, die aus meiner Sicht nicht ganz zu Ende gedacht sind. Die Sprudelflaschen beispielsweise fassen nur 500 ml. Für Einzelpersonen mag das noch akzeptabel sein, im Familienalltag oder am Esstisch wird das schnell nervig. Positiv allerdings ist, dass das Gerät handelsübliche CO2 Kartuschen aufnehmen kann, die beispielsweise auch beim Marktführer SodaStream zum Einsatz kommen.
Auch die Tropfschalen von Basis- und Zusatzmodul unterscheiden sich in der Höhe, was rein optisch besser gelöst sein könnte. Was ich dagegen wirklich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass die im Lieferumfang der Sprudel-/Kühleinheit enthaltenen Flaschen an der Basisstation nicht unter den Auslauf passen. Für normales gefiltertes und nicht gekühltes Wasser muss die Tropfschale entfernt werden. Das ist machbar, aber unnötig umständlich.

Kritikpunkt am Gerät: starker Kunststoffgeruch
Der deutlichste Dämpfer im Test ist lediglich der Geruch des Neugeräts. Wassertank, Flaschen und das System insgesamt rochen beim Auspacken sehr stark nach Kunststoff. Mehrere Spülvorgänge, auch mit 98 °C, haben das Problem am Anfang nicht vollständig gelöst.
Besonders unangenehm ist dabei, dass der Geruch nicht nur an den Bauteilen selbst aufgefallen ist, sondern auch das gefilterte Wasser noch danach schmeckte. Nach einigen Tagen Nutzung sind Geruch und Geschmack im Testzeitraum aber vollständig verschwunden. Die ersten Liter würde ich daher großzügig zum Blumengießen nutzen.
Osmosewasser Geschmack: Wie schmeckt das Wasser aus dem Jimmy M9 Pro?
Es fällt mir nicht ganz leicht, den Geschmack des gefilterten Wassers zu beschreiben. Fakt ist, es schmeckt ganz anders als das ursprüngliche Leitungswasser. Das hat vorwiegend damit zu tun, dass hauptsächlich Mineralien für den Geschmack im Wasser sorgen. Da im Osmosewasser nahezu nichts mehr drin ist, schmeckt es im ersten Moment auch tatsächlich nach nichts.
Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen es schmeckt leer, flach, weich und am Ende anfangs ganz leicht säuerlich. Es erinnert mich ein bisschen an das bekannte Volvic Mineralwasser, welches aufgrund der natürlichen Beschaffenheit vor Ort ebenfalls stark gefiltert ist, aber noch mehr Mineralien enthält als das Osmosewasser.
Tatsächlich sind es hauptsächlich Gewohnheiten, wie man den Geschmack von Wasser wahrnimmt. Zu Anfang schmeckt das Wasser aus der Umkehrosmose komisch, nach einer Woche Osmosewasser schmeckt das Leitungswasser komisch.
Durch mehrere Blindtests mit verschiedenen Personen lässt sich auf jeden Fall sagen, dass das Wasser aus dem Jimmy M9 Pro von normalem Leitungswasser deutlich unterschieden werden kann. Nach dem Test muss ich sagen, dass Leitungswasser für mich nicht mehr richtig gut schmeckt, da ich hier den reinen, sanften Geschmack vermisse.

Damit ich ein noch besseres Gefühl dafür bekomme, hab ich mir auch ein Glas Abwasser aus der Anlage gegönnt. Es handelt sich ja nicht wirklich um Abwasser, sondern vielmehr um Wasser, das fast mit der gesamten Konzentration an allen möglichen Stoffen aus etwa 5 Litern Leitungswasser angereichert ist. Hier wurde mir der Unterschied dann sehr deutlich klar. Denn dieses Wasser schmeckte einfach nur eklig, unsauber und für mich nicht genießbar.
Folgekosten beim Jimmy M9 Pro Wasserfilter
Die drei verbauten Filter im Jimmy M9 Pro haben unterschiedliche Austauschzyklen. Während die Osmosemembran 24 Monate durchhält (49,99 Euro), sollten die anderen beiden Filter (je 39,99 Euro) jährlich gewechselt werden. Daraus ergeben sich bei 8,5 Litern täglich jährliche Kosten von 105 Euro (Filter), 18 Euro (Strom) und etwa 16 Euro für das insgesamt verbrauchte Leitungswasser (1,96 Euro/m3). Insgesamt reden wir also großzügig gerechnet von etwa 150 Euro pro Jahr.

Nicht eingerechnet ist hierbei der Anschaffungspreis. Das Basismodul kostet derzeit 399 Euro. Wenn wir davon ausgehen, dass es vier Jahre hält, kommen 100 Euro pro Jahr obendrauf.
Wenn wir das Beispiel der Testfamilie weiterspinnen, ergibt sich mit 3.100 Liter Trinkwasser pro Jahr übrigens ein netter Vergleich: Über meinen Wasserversorger kostet diese Menge an Leitungswasser aktuell etwa 6 Euro. Wer lieber schleppt und die gleiche Menge Wasser im Supermarkt besorgt, würde am Beispiel von günstigem Mineralwasser von Aldi jedoch schon 590 Euro im Jahr zahlen.
Wenn wir die kompletten 3.100 Liter aufsprudeln würden, und annehmen, dass wir aus einem CO2 Zylinder nur 50 Liter Sprudel erzeugen (60 Liter sind meist angegeben), würden zusätzliche Kosten von etwa 345 Euro pro Jahr entstehen.
Angenommen wir sprudeln also das komplette Wasser aus der Osmoseanlage, landen wir inklusive Anschaffung also bei etwa 600 Euro im Jahr. Damit liegen wir im gleichen Bereich wie das Aldi-Wasser aus Plastikflaschen, welches allerdings nicht nur am Anfang nach Plastik schmeckt.
Wer es etwas hochwertiger mag, zahlt beispielsweise für eine Jahresversorgung an Gerolsteiner Mineralwasser, das im Mittel etwa 0,70 Euro pro Liter kostet, schnell über 2.000 Euro.
Man kann also kaum sagen, dass die Wasserfilterung am Beispiel des Jimmy M9 Pro nur was für Superreiche wäre. Wer nicht ausschließlich Leitungswasser trinkt, zahlt jährlich anhand dieser Beispielrechnung mindestens dasselbe.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ⬆schnelle Wasserbereitstellung | ⬇ starker Kunststoffgeruch beim Neugerät |
| ⬆ Heißwasserfunktion | ⬇ Sprudelflaschen nur 500 ml |
| ⬆ Kalt- und Sprudelwasser mit Zusatzmodul | ⬇ Kühlmodul eher laut |
| ⬆ hochwertige Verarbeitung | |
| ⬆ niedriger Standby-Verbrauch | |
| ⬆ hohe Filterleistung |
Fazit
Der Jimmy Matrix M9 Pro ist ein ungewöhnlich komfortables Wasserfiltersystem, das sich im Alltag vor allem durch seine Vielseitigkeit und die gute Wasserqualität hervorhebt. Durch die integrierte Heißwasserfunktion kann das Gerät Filterkanne und Wasserkocher in vielen Haushalten tatsächlich ersetzen.
Mit dem Zusatzmodul kommen Kalt- und Sprudelwasser für 199 Euro als Ergänzung hinzu, wodurch theoretisch sogar der Wassersprudler weichen könnte. Tatsächlich würde ich mir diese Anschaffung allerdings sparen, da es aufgrund der kleinen Flaschen und der geringen Kühlleistung kaum Mehrwert bietet.
Unterm Strich ist der Jimmy Matrix M9 Pro aber ein tolles und unkompliziertes Produkt und damit vor allem für Haushalte interessant, die viel gefiltertes Wasser nutzen, Heißwasser auf Knopfdruck schätzen und bewusst eine größere Wasserstation in der Küche akzeptieren. Die Wasserqualität ist nachvollziehbar reiner, das Gerät hat ein modernes Design und die Kosten sind moderat. Wer schon immer über eine Umkehrosmoseanlage nachgedacht hat, bekommt mit dem Jimmy M9 Pro ein sehr gutes Einsteigergerät für nur 339 Euro mit dem Rabattcode JIMWAT60.
Wer empfindlich gegenüber anfänglichen Produktionsgerüchen ist, muss vermutlich tiefer in die Tasche greifen und Geräte von etablierten Herstellern erwägen. Erhältlich ist der M9 Pro über den offiziellen Jimmy EU Webshop und auch über Amazon. Dort kostet das Gerät mit Rabatt derzeit 379,99 Euro. Wer die Vorteile vom Kauf über Amazon zu schätzen weiß, erhält hier ebenfalls ein gutes Angebot.













