Ein normales Fahrrad zum E-Bike machen, ohne gleich ein neues Rad zu kaufen: Das verspricht Hyperfox mit seinem Nachrüstsystem. Besonders spannend ist eine Sicherheitsfunktion, die im Ernstfall automatisch abbremsen soll.
Hyperfox setzt auf Bremsassistent statt nur auf Leistung
Nachrüstsysteme, die normale Fahrräder in E-Bikes verwandeln, gibt es schon länger. Hyperfox will sich jedoch mit einer Sicherheitsfunktion abheben: Ein am Lenker montierter LiDAR-Sensor soll Hindernisse erkennen und das Fahrrad im Ernstfall automatisch abbremsen.
Der Nachrüstsatz besteht aus einem Vorderrad mit Nabenmotor, Pedalsensor und Akku – ein Konzept, das es in ähnlicher Form bereits gibt. Der Sensor misst Entfernungen mithilfe von Laserimpulsen.

So sollen Hindernisse in bis zu zehn Metern Entfernung erkannt werden. Im Notfall bremst der Motor aktiv ab und gibt einen Signalton aus – ähnlich wie beim Bremsassistenten im Auto.
Zusätzlich ist an dem Frontmotor ein Rekuperationssystem verbaut. Beim Bremsen soll der Motor dem Akku ein wenig Energie zurückführen. Mit dem 480-Wh-Akku in Trinkflaschenform sollen dadurch bis zu 100 km Reichweite möglich sein.
Hyperfox über Kickstarter für etwa 616 Euro angeboten
Noch wirkt der LiDAR-Sensor am Lenker etwas klobig. Für die Markteinführung sammelt Hyperfox derzeit über Kickstarter Geld. Frühbucher sollen das Nachrüstsystem für 699 US-Dollar, umgerechnet rund 616 Euro, erhalten.
Wie bei Crowdfunding-Projekten üblich, handelt es sich dabei jedoch nicht um eine klassische Vorbestellung. Ob das Kit anschließend regulär verkauft wird, ist bislang unklar.
Einen Prototypen hatte Hyperfox bereits auf der Eurobike präsentiert. Dort konnten sich Besucher erstmals ein Bild von dem Nachrüstsystem machen.

Weitere Produktentwicklungen sind geplant
Unabhängig vom Nachrüstsystem arbeitet Hyperfox bereits an weiteren Produkten. Das Unternehmen möchte schon im August einen Antrieb vorstellen, der die Kette überflüssig macht. Das System soll laut dem Unternehmen einzigartig sein, wir verstehen es als eine Art seriellen Hybridantrieb.
Bereits Antriebe wie Schaefflers Free Drive oder der gDrive von Pendix geben die Energie nur noch per Kabel statt per Kette oder Riemen frei. Wir sind gespannt, welche neuen Entwicklungen Hyperfox hier noch ins Spiel bringen will.














