Von 749 bis 2.949 Euro: Das waren die meistgelesenen E-Bike-Tests des vergangenen Jahres. Das Ergebnis ist eindeutig: Günstig heißt nicht mehr billig. Features wie Vollfederung oder Automatikschaltung sind längst im Budget-Segment angekommen. Die gute Nachricht für Sparfüchse: Diese Preis-Leistungs-Sieger sind auch meist noch 2026 verfügbar und technisch absolut konkurrenzfähig.
Himiway A7 Pro: Das vollgefederte E-SUV für 2.949 Euro
Den Anfang macht das Himiway A7 Pro – ein vollgefedertes E-Bike mit 120 mm Federweg vorne, 38 mm hinten, bis zu 130 Nm Drehmoment und 720-Wh-Akku. Der Preis mit Rabattcode liegt bei 2.949 Euro, während vergleichbar ausgestattete Bikes von Marken wie Corratec oder Conway oft zwischen 4.000 und 6.000 Euro kosten.

Himiway schafft diesen Preisunterschied primär durch Direktvertrieb ohne Händlermargen. Mit der verbauten Suntour-X1-Luftfedergabel, Shimano-Schaltung und dem kräftigen Ananda M100 Mittelmotor bekommt man hier ein Komponenten-Paket, das man in dieser Preisklasse eigentlich nicht erwartet.
Touroll J1 ST: Automatisches Bremslicht für 749 Euro
Wer deutlich weniger ausgeben möchte, findet im Touroll J1 ST einen spannenden Einstieg in die E-Bike-Welt. Für 749 Euro gibt es einen 560-Wh-Akku, 45-Nm-Heckmotor, Shimano 7-Gang und volle StVZO-Ausstattung. Das absolute Highlight ist das automatische Bremslicht – ein Sicherheitsfeature, das selbst bei deutlich teureren Modellen oft fehlt.

Auch das Display überzeugt, da es bei Dunkelheit automatisch dimmt und einen USB-Anschluss bietet. Zwar sind die Bremsen mechanisch statt hydraulisch, doch ist das bei diesem Kampfpreis ein absolut nachvollziehbarer Kompromiss für Gelegenheitsfahrer.
Hitway BK16 und Fiido C11: Solide Mittelklasse unter 1.200 Euro
Das Hitway BK16 für 1.169 Euro positioniert sich genau zwischen den Einstiegsmodellen und der Mittelklasse. Der Tiefeinsteiger-Rahmen richtet sich an alle, die bequem auf- und absteigen wollen, ohne dabei auf ein solides Gesamtpaket zu verzichten. Noch etwas günstiger und technisch fast spannender ist das Fiido C11 für 899 Euro.


Hier gibt es sogar einen Drehmomentsensor – eine Komponente, die das Fahrgefühl deutlich natürlicher macht als die simplen Tretsensoren vieler Konkurrenten. Fiido beweist mit diesem Modell eindrucksvoll, dass chinesische Marken im qualitativen Budget-Segment angekommen sind.
ADO Air 20 Ultra und Air 30 Ultra: Automatikschaltung im Budget-Segment
Das Faltrad ADO Air 20 Ultra und das City-Bike Air 30 Ultra brachten eine echte Innovation ins untere Preissegment: eine (mechanische) Automatikschaltung. Das System reagiert auf Geschwindigkeit und Trittfrequenz, schaltet beim Beschleunigen selbstständig hoch und beim Bremsen runter. Da Automatikschaltungen zu den wichtigsten E-Bike-Trends für 2026 gehören, seid ihr mit diesen Modellen technisch absolut auf der Höhe der Zeit – und das zu einem sehr fairen Preis.


Fiido C21 & Tenways: Spezialisten für Gravel & Design
Neben den klassischen Allroundern gibt es zwei Modelle, die spezielle Nischen hervorragend besetzen. Das Fiido C21 wiegt lediglich 18 kg und kostet 999 Euro. Es ist der perfekte, risikoarme Einstieg für alle, die E-Gravel auf Schotterpisten ausprobieren wollen, ohne 6.000 Euro für ein High-End-Modell auszugeben.


Wer hingegen ein fast unsichtbares E-Bike sucht, griff oft zum Tenways CGO 800S. Dank Riemenantrieb und Nabenmotor wirkt es wie ein normales Fahrrad, fährt sich extrem leise und ist nahezu wartungsfrei.
Drei Geheimtipps unter dem Radar
Neben den schon relativ bekannten Brands haben sich auch drei „Hidden Champions“ in die Top-Liste geschoben, die viele vielleicht nicht auf dem Schirm hatten. Das Engwe Mapfour N1 Air punktet mit einem Gewicht von unter 16 kg – ideal für Pendler, die das Rad in den dritten Stock tragen müssen.


Das Grundig E20 kam für 800 Euro als schnörkelloses Falt-E-Bike auf den Markt, das einfach funktioniert. Und kaum bekannt ist das Okai EB10: Ein echter Preis-Leistungstipp aus dem B2B-Sharing-Bereich, bei dem der Hersteller in robuste Technik statt Marketing investiert hat.
Fazit: Lohnt sich der Kauf noch?
Die Antwort ist ein klares Ja. Die hier vorgestellten Modelle sind technisch nicht überholt. Features wie Automatikschaltung, Drehmomentsensor und Vollfederung sind auch 2026 absolut relevant. Der Trend geht zwar zu mehr Leistung und smarten KI-Features, doch für den Alltagseinsatz reichen diese Budget-Bikes völlig aus – und sie kosten dabei oft nur einen Bruchteil dessen, was Premium-Hersteller verlangen.














