Zendure krempelt sein Sortiment um und macht den entscheidenden Schritt vom reinen Balkonkraftwerk-Spezialisten zum Anbieter für das gesamte Haus. Mit gleich drei neuen Modellen der SolarFlow-Serie adressiert der Hersteller ein Problem, das viele Hausbesitzer kennen: Wie lässt sich eine bestehende Solaranlage ohne teure Umbaumaßnahmen mit einem Speicher nachrüsten? Die neuen Geräte starten bereits bei 599 Euro und setzen voll auf eine einfache Installation ohne Elektriker.
Das Geheimnis der neuen Speicher: Was bedeutet bidirektional?
Ein Begriff fällt bei der neuen Generation immer wieder: bidirektionales AC-Laden. Für Nutzer ohne Technik-Hintergrund klingt das kompliziert, ist aber der größte Vorteil der neuen Systeme. Es bedeutet schlichtweg, dass der Speicher wie eine intelligente Brücke funktioniert. Er wird einfach mit einer normalen Steckdose verbunden und kann über dieses eine Kabel in beide Richtungen arbeiten.
Er entnimmt überschüssigen Strom aus dem Hausnetz, wenn die Sonne scheint, und speist ihn später genau dort wieder hinein, wenn er gebraucht wird. Eine direkte, komplizierte Verkabelung mit den Solarmodulen auf dem Dach ist also nicht mehr nötig.
Drei Modelle für jeden Bedarf: Vom Balkon bis zum Hausdach
Das Einstiegsmodell SolarFlow 1600 AC+ für 599 Euro ist eine gute Wahl für alle, die eine kleine Anlage oder ein älteres System kostengünstig erweitern wollen. Mit einer Leistung von 1.600 Watt deckt er den Bedarf der meisten Haushalte problemlos ab. Der Speicher ist modular aufgebaut, was bedeutet, dass man mit einer kleinen Batterie starten und diese bei Bedarf später auf bis zu 11,52 kWh aufstocken kann.
Wer bereits eine größere Photovoltaikanlage auf dem Hausdach besitzt, sollte einen Blick auf den SolarFlow 2400 AC+ für 799 Euro werfen. Dieses System ist auch als reine Nachrüst-Lösung konzipiert. Es erkennt automatisch, wenn die bestehende Anlage mehr Strom produziert, als im Haus verbraucht wird, und speichert diesen Puffer mit bis zu 2.400 Watt Leistung zwischen. So wird aus einer alten Solaranlage ohne Speicher im Handumdrehen ein modernes Energiesystem.
Das technische Flaggschiff ist der SolarFlow 2400 Pro für 999 Euro. Er ist ein echtes Allround-Talent, denn er beherrscht nicht nur das Laden über die Steckdose, sondern verfügt zusätzlich über vier eigene Anschlüsse für Solarmodule. Das ist perfekt für Nutzer, die das Maximum aus ihrem Setup herausholen wollen und Panels zum Beispiel in verschiedene Himmelsrichtungen ausrichten. In der Spitze kann dieses System eine PV-Eingangsleistung von bis zu 3.000 Watt verarbeiten – ein Spitzenwert in dieser Preisklasse.

HEMS 2.0: Die KI übernimmt die Stromrechnung
Hardware ist nur die halbe Miete. Deshalb führt Zendure zeitgleich das System HEMS 2.0 ein. Hier arbeitet im Hintergrund eine künstliche Intelligenz namens ZENKI, die das Wetter und sogar die aktuellen Strompreise im Blick behält. In Verbindung mit dem neuen ZenWave-Stromtarif kann das System sogar Strom aus dem Netz kaufen, wenn er an der Börse gerade besonders günstig ist, und ihn im Akku für teurere Stunden vorhalten. Laut Hersteller lassen sich so die Stromkosten um bis zu 73 Prozent reduzieren.
Fazit: Lohnt sich der Wechsel?
Zendure liefert mit der neuen Generation genau das, was viele Nutzer gesucht haben: Flexibilität. Während wir in unseren Tests zum SolarFlow 2400 AC oder dem SolarFlow 800 Pro bereits die solide Technik gelobt haben, sollten die neuen Modelle die Installation und den Betrieb nochmals vereinfachen. Wer nicht neu bauen, sondern sein bestehendes System fit für die Zukunft machen will, findet hier aktuell eine der unkompliziertesten Lösungen am Markt.














