Bei Kickstarter launcht gerade eine Kampagne für einen ultra kompakten E-Scooter. Der Blizwheel F0.5 ist für Pendler gedacht, denen andere faltbare E-Scooter noch zu sperrig sind. Trotz seines ungewöhnlichen Formats soll eins der Modelle gleich zwei Motoren und eine alltagstaugliche Reichweite mitbringen.
So klein macht sich der E-Scooter Blizwheel F0.5
Doppelt zusammengefaltet misst der F0.5 laut der laufenden Kickstarter-Kapagne gerade einmal 49 cm in der Länge. Mit nur 7,5 kg beim Air-Modell bleibt auch das Gewicht äußerst überschaubar. Blizwheel zeigt den zusammengelegten Scooter deshalb sicher nicht zufällig neben einem 17-Zoll-Laptoprucksack und bietet zusätzlich noch eine passende Transporttasche an.

Wie alltagstauglich kann das sein?
Interessant wird es beim kräftigeren Pro-Modell, das mit 9,2 kg und zwei Motoren immer noch relativ handlich wirkt. Blizwheel nennt für den normalen Straßenbetrieb maximal 24 km/h. Für die Nutzung auf Privatgelände sollen sich per App bis zu 32 km/h freischalten lassen. Mit einer Akkuladung sind damit laut Hersteller etwas mehr als 19 km bei 230 Wh Kapazität möglich. Außerdem soll der Pro-Scooter Steigungen bis 15 Prozent bewältigen.
Ein Standard-Modell ist dagegen mit einer Reichweite von nur 12 km deutlich apgespeckter unterwegs. Das Air-Modell soll mit zwei kleineren 96 Wh Akkus ausgestattet sein und maximal 15 km erreichen. Generell sind die Modelle aber teilweise noch etwas undurchsichtig kommuniziert. Eine typische Crowdfunding Kampagne eben.
Die 5,5-Zoll-Honeycomb-Reifen kommen ohne Luft aus. Eine Federung in der Mitte des Rahmens soll Stöße abfangen. Auch beim Zusammenpacken soll der F0.5 wenig Zeit in Anspruch nehmen: Blizwheel nennt 6 Sekunden zum Aufklappen und 9 Sekunden zum Falten.
Damit könnte der F0.5 für die letzte Meile tatsächlich alltagstauglich sein. Die Kampagne richtet sich allerdings vorerst an internationales Publikum, für den Betrieb in Deutschland wäre eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) notwendig. In der aktuellen Version ist davon jedenfalls noch nicht die Rede.
Pure Advance Flex verfolgt eine ähnliche Idee
Ein möglichst klein faltbarer E-Scooter ist keine völlig neue Idee. Der Pure Advance Flex benötigt nach der Fahrt ebenfalls deutlich weniger Platz, setzt dazu aber auf ein anderes Faltkonzept, das im Test einen ziemlich guten Eindruck hinterlassen hat.
Blizwheel treibt diesen Ansatz mit dem F0.5 aber noch deutlich weiter in Richtung Rucksackformat und verbaut sogar eine Federung, die beim Pure Advance Flex fehlt. Das Konzept ist aber auch ohne Federung vor allem dann interessant, wenn Pendler den E-Scooter mit in Bus, Bahn, Büro und Wohnung nehmen.
Wie realistisch ist ein Marktstart?
Ob der Blizwheel F0.5 in den Handel kommt, entscheidet sich zunächst auf Kickstarter. Die Chancen dafür sind aber ziemlich hoch: Über 200.000 US-Dollar sind bereits zusammengekommen, bei einem Finanzierungsziel von ursprünglich 10.000 US-Dollar.
Die Pro-Version kostet bei Vorbestellung 499 US-Dollar (426 Euro), die Standardversion ist für 349 US-Dollar (298 Euro) zu haben. Erste Auslieferungen sind für Dezember 2026 angekündigt. Wie immer sollten Interessierte auch bei diesem Kickstarter-Projekt vorsichtig sein, da im schlechtesten Fall ein Totalverlust des Investments drohen kann












