Vor wenigen Tagen hat Tenways die Rechte an der niederländischen Traditionsmarke Sparta gekauft. Die Pläne zur Weiterführung waren allerdings noch unklar. Jetzt ist bekannt, wie es mit der Marke weitergeht. Für Bestandskunden gibt es wenig gute Nachrichten.
Sparta nach Accell-Pleite an Tenways verkauft
Tenways, ein E-Bike-Hersteller mit Sitz in den Niederlanden und chinesischem Hintergrund, hat sich am 15. Oktober die Rechte an der Traditionsmarke Sparta gesichert. Die Marke war als Folge der Insolvenz der Accell-Gruppe verkauft worden.
Tenways hat sich jetzt eine Woche nach der Übernahme geäußert, wie es mit Sparta weitergehen wird. Nach eigenen Angaben will man die Marke mit eigenem Team wiederaufbauen. Dafür sollen Händlerstrukturen wiederhergestellt und bereits 2027 neue Sparta-Produkte angeboten werden.
Tenways möchte die in den Niederlanden bekannte Marke eigenständig mit eigener Identität erhalten, anstatt sie ins Tenways-Portfolio zu integrieren. Dabei soll die über ein Jahrhundert bestehende Tradition gewahrt werden.
Keine guten Nachrichten für Bestandskunden
Da Tenways hauptsächlich Markenrechte und Produktdokumentationen von Sparta übernommen hat, werden Dienstleistungen für Bestandskunden nur eingeschränkt verfügbar sein. Denn auch rechtlich hat das Unternehmen keine Verpflichtungen übernommen.
Tenways erklärt jedoch, im Rahmen der Möglichkeiten kostenpflichtige Dienstleistungen für bestehende Sparta-Modelle anbieten zu wollen. Der Aufbau des Know-hows und der Ersatzteilversorgung würde jedoch Zeit benötigen und nicht uneingeschränkt möglich sein.
Nach Aussage Amir Fazelis, des General Managers von Tenways in Europa, habe das Unternehmen die Marke Sparta nicht gekauft, um ein „Kapitel zu schließen“, sondern „um das nächste Kapitel zu schreiben“. Inwieweit Produktionsstätten und Personal aus der bestehenden Sparta-Belegschaft übernommen werden, erklärte Tenways jedoch bisher nicht öffentlich.








