Die mobile Split-Klimaanlage Midea PortaSplit ist spätestens seit der letzten Hitzewelle fast überall vergriffen. Die letzten verfügbaren Exemplare werden bei einigen Händlern für Mondpreise weit über der UVP angeboten. Gleichzeitig sorgen Berichte über neue EU-Regeln und ein mögliches Nachfolgemodell für Unsicherheit. Wir haben deshalb bei Midea nachgefragt, wie die aktuelle Lage ist.
Midea PortaSplit kaum zu bekommen: Das sagt der Hersteller
Mittlerweile kaum zu glauben, aber die UVP der Midea PortaSplit lag einst bei 899 Euro. Heute listen selbst seriöse Händler wie MediaMarkt das beliebte Gerät eher für 1.199 Euro. Zwar ist die beliebte PortaSplit auch dort nicht erhältlich, der Preis im Shop beschreibt die groteske Marktlage jedoch gut.
Im Moment beginnen verfügbare Angebote bei Idealo um 1.299 Euro, einzelne Verkäufer verlangen bei eBay auch schon mal bis zu 3.000 Euro. Dass das kein guter Zustand ist, weiß natürlich auch der Hersteller selbst.

Wann ist die Midea PortaSplit wieder flächendeckend verfügbar?
Auf unsere Frage nach der angespannten Verfügbarkeit nennt Midea leider weder neue Liefertermine noch konkrete Stückzahlen. Der Hersteller erklärt lediglich, dass man die Marktsituation beobachte und an künftigen Produktgenerationen arbeite. Belastbare Angaben dazu, wann die PortaSplit wieder regulär erhältlich sein wird, kann also auch der Hersteller selbst nicht liefern.
Da Midea nach eigenen Angaben seit dem Marktstart 2024 über 300.000 Geräte in Europa verkauft hat, dürfte das Eigeninteresse jedoch groß sein, für Nachschub zu sorgen. Gerade in Europa dürfte die PortaSplit zu den erfolgreichsten mobilen Split-Klimageräten überhaupt gehören.
PortaSplit-Verbot? Was sich ab 2027 wirklich ändert
Zu einem möglichen PortaSplit-Verbot gab es zuletzt ebenfalls mehrere Berichte, Mutmaßungen und Gerüchte. Dabei ist die Lage eigentlich ganz einfach: Ab 2027 darf die PortaSplit mit dem aktuell integrierten Kältemittel R32 in der EU nicht mehr neu verkauft werden, da das Kältemittel dann unter neue Grenzwerte der EU-F-Gas-Verordnung fällt. Bereits gekaufte Geräte bleiben davon aber unberührt und dürfen ganz normal weitergenutzt, repariert und auf dem Zweitmarkt verkauft werden.
Midea teilt uns dazu mit, dass „kommende Produktgenerationen“ auf Kältemittel umgestellt werden, die den künftigen EU-Vorgaben entsprechen. Als wahrscheinlichster Kandidat für die Umstellung gilt derzeit R290 (Propan), auf das bereits viele Hersteller umstellen. Dieses Kältemittel hat ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial als R32, ist aber stärker brennbar.
Ob Midea tatsächlich darauf setzt, wann genau ein Nachfolger zur PortaSplit kommt und was er kosten wird, lässt der Hersteller in unserer Anfrage allerdings ebenfalls offen. In der Stellungnahme heißt es lediglich: „Midea arbeitet an entsprechenden Lösungen mit natürlichen Kältemitteln für kommende Produktgenerationen und verfolgt dabei das Ziel eines möglichst nahtlosen Übergangs im Markt.“
Kaufen, warten oder fest installieren?
Bis zur UVP von rund 900 Euro ist und bleibt die PortaSplit eine sehr gute Wahl, wie auch unser Test zeigt. Vor allem bei Mietern und Vermietern ist diese Art Klimaanlage beliebt, weil weder eine Bohrung noch eine fest angebrachte Außeneinheit nötig ist. Wer ein lieferbares Gerät zu diesem Preis findet, muss auch wegen künftiger Kältemittelregeln nicht auf einen Nachfolger warten.

Bis zu 1.100 Euro hängt die Entscheidung stärker vom Einsatzzweck ab. In einer Mietwohnung ohne Möglichkeit zur festen Montage kann der Aufpreis noch vertretbar sein, weil echte Alternativen rar sind. Wer nicht mitten in einer Hitzewelle dringend Kühlung benötigt, sollte aber eher auf neue Bestände oder niedrigere Preise warten.
Spätestens ab 1.400 Euro lohnt sich ein Blick auf Alternativen, auch wenn die Verfügbarkeit dort aktuell ähnlich schlecht ist. Die mobile Split-Klimaanlage Be Cool wurde zuletzt für rund 799 Euro angeboten, ist aber ebenfalls nur selten lieferbar. Deutlich teurer ist die Remko RKL 495 mit rund 2.030 Euro, dafür bietet sie 4,3 kW Kühlleistung.
Klassische Monoblock-Geräte kosten meist bis 700 Euro, sind aber lauter und weniger effizient. Eigentümer sollten am besten gleich Angebote für eine fest installierte Split-Klimaanlage einholen, die inklusive Standardmontage grob zwischen 1.800 und 3.500 Euro kostet. Die Geräte sind nicht nur besser in den Raum integriert, sondern auch noch etwas effizienter, nicht zuletzt weil keine Fensterdurchführungen notwendig sind.












