Ultraleichte E-Bikes fürs kleine Budget – das ist längst kein verrückter Traum mehr. Wer es möglichst agil und leichtfüßig mag, muss nicht tief in die Tasche greifen. Einige Fliegengewichte gibt es bereits für einen Neupreis unter 1.000 Euro. Hier findest du acht leichte und günstige E-Bikes bis maximal 1.899 Euro – mit einer Ausnahme.
Leichte E-Bikes sind attraktiv – aber das Gewicht ist nicht alles
Viele klassische City-E-Bikes sind recht schwer. Das stört zwar weniger bei der Fahrt zum Einkauf oder in den Park. Doch vor allem, wer sein Bike gelegentlich Stufen hinauftragen muss oder es in der Bahn zum Pendeln mitnimmt, wird jedes Kilo weniger zu schätzen wissen. Nicht zuletzt fährt sich ein leichtes E-Bikes auch dynamischer und bringt etwas mehr Spaß auf die Straße.
Noch vor einigen Jahren galten dabei 20 Kilogramm als Benchmark für leichte E-Bikes, heute sind solche Modelle weiter verbreitet. Selbst günstige Hersteller präsentieren regelmäßig ihre Lightweight-Klasse. Doch vom Gewicht allein sollte man sich nicht blenden lassen. Daher schauen wir in diesem Ranking auch darauf, was man neben dem Gewicht an Performance und Ausstattung erwarten kann – und ob es seinen Preis wert ist.
Acht günstige E-Bikes unter 20 Kilogramm
Auch unsere Redaktion hat eine Vorliebe für leichte E-Bikes, sodass wir mittlerweile etliche Modelle aus der unteren Gewichtsklasse getestet haben. Unter den günstigen E-Bikes unter 20 kg haben wir die attraktivsten Preis-Leistungs-Verhältnisse herausgesucht. Hier ist unser Ranking mit den wichtigsten Details zu den Bikes:
| Modell | Preis | Gewicht |
| Fiido C21 zum Testbericht | 999 € | 18 kg |
| Fafrees F700W zum Testbericht | 859 € | 18,5 kg |
| Engwe N1 Air ST zum Testbericht | 1.249 € | 15,8 kg |
| Fiido Air zum Testbericht | 1.799 € | 14 kg |
| Tenways CGO600 zum Testbericht | 1.599 € | 16 kg |
| Lemmo One zum Testbericht | 2.390 € | 18 kg |
| Tenways CGO 800S zum Testbericht | 1.899 € | 19 kg |
| Ado Air Carbon zum Testbericht | 1.999 € | 14,7 kg |
1. Fiido C21: Der Preis-Leistungs-Hammer
Wohl kaum ein günstiges E-Bike hat uns im Test so positiv überrascht: Das Fiido C21 ist ein sportliches Trekkingbike mit profilierten Reifen: Schlank, spritzig und mit dem Mivice M080-Heckantrieb samt toller Abstimmung durch den verbauten Drehmomentsensor für jeden Spaß zu haben.

Das C21 findet sich meist für 999 Euro im Shop von Fiido (UVP 1.799 Euro) und kommt mit einer 9-Gangschaltung, integriertem Display und Smartwatch-Connection. Letzteres ist zwar nach unserem Test nicht unbedingt ein Kaufargument, das Fiido C21 lohnt sich trotzdem – und zwar richtig. Schutzbleche gibt es in der Regel gratis dazu. Das E-Bike haben wir erst kürzlich einem weiteren Test in seiner neuesten Version unterzogen.
Magst du es sportlich und agil, willst aber ein alltagstaugliches E-Bike, ist das C21 auf jeden Fall deine Nummer Eins. Der günstige Preis und die Möglichkeit, Abkürzungen jenseits des Asphalts zu nehmen, geben dir die nötige Flexibilität im Großstadtdschungel und darüber hinaus. Auch das Design trifft einen minimalistischen Zeitgeist.
2. Fafrees F700W: Tolles Bike mit großem „Aber“
Das Fafrees F700W sieht aus wie ein herkömmliches City-E-Bike mit Trapezrahmen, punktet aber mit einem realen Gewicht von 18,5 kg, einem sauberen Design mit durchdachter technischer Ausstattung, hydraulischen Scheibenbremsen und einer Shimano 9-Gang-Schaltung.

Der Heckantrieb wird über einen Drehmomentsensor gesteuert und das F700W fuhr sich in unserem Test für ein City-E-Bike sehr agil. Beinahe ein Kandidat für den ersten Platz wenn es um den Preis geht, wäre da nicht die fehlende CE-Kennzeichnung am Rahmen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Pedelec werden jedoch eingehalten. Das Fafrees F700W gibt es im Shop des Herstellers derzeit für nur 773 Euro (mit Rabattcode).
Für alle Fahrer, die es komfortabel haben wollen und dennoch auf cleanes Design nicht verzichten wollen, ist das F700W genau das richtige. Den günstigen Preis sieht man diesem City-Bike jedenfalls nicht an.
3. Engwe N1 Air: Fliegengewicht aus Karbon
Noch ein paar Kilo leichter präsentiert sich das Engwe N1 Air. Mit nur 15,6 kg punktet es nicht nur beim Gewicht. Wo bekommst du sonst einen ultraleichten Karbonrahmen zu einem Preis von derzeit 1.249 Euro? Doch das ist nicht alles: Der Mivice M070 Heckmotor mit Steuerung über Drehmomentsensor überzeugt mit seinem natürlichen Fahrgefühl.

Bei der Gangschaltung setzt Engwe am N1 auf die Shimano Tourney mit sieben Gängen. Durch den verstellbaren Vorbau lässt sich das E-Bike sportlich-komfortabel fahren, auch wenn wir die Version mit tiefem Einstieg nach unserem Praxistest für Fahrer jenseits der 1,85 Meter Körpergröße nicht uneingeschränkt empfehlen würden. Eine Alternative bietet die klassische Version mit Diamantrahmen.
Das N1 Air ist dein perfekter Begleiter, wenn du es leicht und unkompliziert magst und vor allem in der City unterwegs bist. Ein zusätzliches Kaufargument: Dank GPS-Konnektiviät findest du dein E-Bike jederzeit wieder.
4. Fiido Air: Leichter geht es kaum
Schon bei Marken-E-Bikes sind 14 kg eine absolute Seltenheit, doch Fiido schafft es, sein Air-Modell mit 13,75 kg auch noch für etwa 1.800 Euro in seinem Shop anzubieten. Dieses E-Bike ist in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich: vom ausgefallenen Design des Karbonrahmens über die Auswahl von drei Rahmengrößen bis hin zu den durch den Rahmen geführten Kabeln und Bremsleitungen sowie den hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano.

Abstriche musst du nur beim mit 208 Wh etwas klein gehaltenen Akku machen. Außerdem wird das Air ohne Display gesteuert. So ausgefallen und ansprechend das Design ist, schränkt es den Einsatzbereich des Fiido Air etwas ein. Das agile Light-E-Bike ist eher für sportliche Fahrten gedacht als für den komfortablen Pendelalltag mit viel Gepäck.
Zählt für dich nur das Gewicht wirst du mit diesem E-Bike unter 2.000 Euro glücklich. Im Praxistest konnte das Fiido Air uns beinahe uneingeschränkt überzeugen. Das Fiido Air ist ein rekordverdächtiges Leichtbau-E-Bike für einen verhältnismäßig überschaubaren Preis. Perfekt für Großstadt-Abenteuer und gelegentliche Gravel-Ausflüge. Mit Riemenantrieb und fester Singlespeed-Übersetzung bist du zwar extrem wartungsarm unterwegs, für bergige Umgebungen ist das Fiido Air allerdings nicht prädestiniert.
5. Tenways CGO600 Pro: urban und hochwertig
Tenways galt als einer der ersten Hersteller, der leichte Urban-Bikes für wenig Geld auf die Straße brachte. Das CGO600 Pro entspringt dieser Tradition. Mit 16 bis 17 kg ist das E-Bike immer noch leicht und bringt dafür auch noch hochwertige Komponenten mit. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro müssen sich vor den noch bekannteren Marken schon lange nicht mehr verstecken und der Riemenantrieb sorgt für eine sorglose Fahrt ohne Wartung der Kette.

Im Test des Tenways CGO600 Pro begeisterte uns vor allem das ansprechend natürliche Fahrverhalten und das Design mit frischen Farben. Die Schutzbleche wirken hochwertig, liegen nah am Reifen und alle Kabel und Leitungen verlaufen innerhalb des Rahmens. Für einen Preis von 1.599 Euro sind 360 Wh Akkukapazität mit an Board.
Du suchst einen zuverlässigen Alltagsbegleiter? Das CGO600 sieht nach einem gewöhnlichen E-Bike aus, ist jedoch ein Understatement. Das perfekte Bike für alle, die Qualität mögen, aber niemandem mit technischen Spielereien imponieren müssen. Die Ausstattung und das Gewicht sprechen für sich!
Übrigens: Das Einstiegsmodell Tenways CGO600 (Test) ist mit etwa 1.200 Euro sogar noch günstiger, wiegt nur 15 kg und bietet nur geringfügig weniger Ausstattung.
6. Lemmo One: Viel Technik, höherer Preis
Für alle Technik-Fans ist wohl das Lemmo One ein heißer Spitzenkandidat unter den leichten E-Bikes. Der Akku lässt sich auch als portable Powerbank im mobilen Office nutzen und die App des E-Bikes inklusive Steuerung von Motor und Akkuschloss funktioniert sehr gut. GPS- und Mobilfunkt-Konnektivität erlauben außerdem das Verfolgen des Bikes und sorgen für Sicherheit.

Im Test des Lemmo One sind jedoch nicht nur die digitalen Features gut angekommen, sondern auch die Verarbeitung und Ausstattung. Das E-Bike fährt sich hervorragend und ist dank integrierter (leider auch schwacher) Beleuchtung und cleanem Look ein echter Hingucker. Das E-Bike gibt es in verschiedenen Versionen mit Ketten- und Riemenantrieb im Online-Shop von Lemmo. Der Preis schwankt um 1.990 Euro im Angebot bis hin zu 3.500 für die Spitzenversion.
Wenn du cleanes Design und durchdachte Technik liebst, wirst du vom Lemmo One begeistert sein: Multifunktional, praktisch und komfortabel zu fahren: Dieses E-Bike hat in vielerlei Hinsicht das besondere Etwas. Dafür musst du im Verhältnis zu den anderen Kandidaten etwas tiefer in die Tasche greifen.
7. Tenways CGO 800S: voll ausgestattetes Bike knapp unter 20 kg
Wer mit viel Gepäck unterwegs ist und mehr Wert auf Komfort als auf den Fun-Faktor legt, ist mit dem Tenways CGO 800S gut beraten. Als einziges leichtes E-Bike in unserem Ranking ist das CGO 800S mit einer Federgabel ausgestattet. Das beeinflusst jedoch auch das Gewicht: Mit seinen 19 kg ohne zusätzliche Austattung kratzt das CGO 800S knapp an der Obergrenze unseres Rankings. Der Preis liegt mit 1.899 Euro ebenfalls nur knapp unter dem Schwellenwert. Allerdings gibt es dafür auch einige gute Gründe.

Das Tenways CGO 800S ist mit einem 460 Wh starken Akku ausgestattet, womit laut Hersteller etwa 100 km Reichweite möglich sind. Das E-Bike ist als Single-Speed-Bike mit Karbonriemen konzipiert. Gute Verarbeitung, ein helles Display sowie agile Fahreigenschaften zeichnen sich in unserem Praxistest als die Stärken des Tenways CGO 800S aus.
Wenn du mehr etwas mehr Reichweite brauchst und nicht auf Komfort verzichten möchtest, ist dieses E-Bike deine Wahl. Die Federgabel ist ein Gamechanger für unbefestigte Streckenabschnitte und weniger gepflegte Radwege.
8. Ado Air Carbon: Benchmark im Leichtgewicht
Das Ado Air Carbon kostet in der UVP 2.099 Euro, ist jedoch meist etwas günstiger zu haben. Und den Fans der Fliegengewichtsklasse wollen dieses leichte Faltrad nicht vorenthalten. Das Ado Air Carbon ist mit seinen 12,5 kg (zum Testzeitpunkt ohne Zubehör) das leichteste uns bekannte Serienbike unter 2.000 Euro. Im Test des Ado Air Carbon hat uns vor allem der Bafang-Motor sowie der hochwertige Karbonrahmen und das natürliche Fahrgefühl begeistert.

In nur wenigen Sekunden lässt sich das Ado Air Carbon für den Transport oder die Lagerung zusammenfalten. Hier entfaltet auch das geringe Gewicht seine volle Wirkung. Mittlerweile hat das Faltrad zwar Schutzbleche und Gepäckträger bekommen und wiegt nun etwa 14,7 kg, der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in die Wohnung im dritten Stock sind dennoch kein großes Problem. Dank Karbonriemen-Antrieb bleiben dabei auch Hose und Hände fettfrei.
Du bist viel unterwegs und brauchst ein E-Bike für die letzte Meile, den kurzen Weg ist Büro oder den Ausflug mit dem Camper? So leicht wie hier bekommst du es wohl nirgendwo. Das Ado Air Carbon wäre für sich allein schon ein besonderes Bike. Doch mit einem Preis unter 2.000 Euro ist es auch ein echter Preis-Leistungs-Kracher, vor allem für Pendler.
Fazit & Kaufempfehlung
Ganz egal, welcher E-Bike-Typ du bist: Für fast jeden Zweck gibt es eine leichte und günstige Variante. Großstädtler, die einfach nur flott und stylisch von A nach B gelangen wollen, greifen am besten zum Fiido Air oder zum günstigen Fiido C21. Darf es etwas mehr Flexibilität sein, sind das Tenways CGO800S, das Tenways CGO600 Pro und das Fafrees F700W als Tiefpreiskracher die besten Optionen.
E-Biker auf der Suche nach einen Tiefeinsteiger für maximalen Komfort, sind mit dem CGO800S in der ST-Rahmenversion oder dem Engwe N1 Air am besten bedient. Pendler, die eine platzsparende und ultraleichte Mobilitätslösung suchen, sollten sich das Ado Air Carbon in jedem Fall genauer ansehen.
Unabhängig von unseren Empfehlungen solltest du dich jedoch nie vom Gewicht allein beeindrucken lassen. Ein E-Bike sollte als Gesamtpaket betrachtet werden. Der leichteste Rahmen nützt nichts, wenn es deinen vorgesehenen Einsatzzweck nicht trifft. Die E-Bikes in diesem Ranking haben wir alle getestet und für gut befunden. Wenn du mehr über die jeweiligen E-Bikes erfahren und vor dem Kauf alle Details kennen willst, kannst du dir die einzelnen Testberichte ansehen, die wir hier nochmal übersichtlich gesammelt haben:
| Modell | Testbericht | |
| #1 | Fiido C21 | Fiido C21 Test |
| #2 | Fafrees F700W | Fafrees F700W Test |
| #3 | Engwe N1 Air ST | Engwe N1 Air Test |
| #4 | Fiido Air | Fiido Air Test |
| #5 | Tenways CGO600 Pro | Tenways CGO600 Pro Test |
| #6 | Lemmo One | Lemmo One Test |
| #7 | Tenways CGO 800S | Tenways CGO 800S Test |
| #8 | Ado Air Carbon | ADO Air Carbon |














