Lemmo legt nach: Die Berliner bringen eine neue Generation ihrer E-Bikes. Das Collab.Ride unterscheidet sich optisch kaum von den Vorgängern, doch unter der Haube stecken mit einer KI-gesteuerten Automatikschaltung und einem kräftigen Motor-Update einige überraschende Details.
Lemmo präsentiert neues E-Bike im bekannten Stil
Nicht jede neue Marke, die ein Smart-Bike präsentiert, kann sich langfristig gegen die etablierte Konkurrenz behaupten. Als Lemmo sein Debüt-E-Bike mit der simplen Modellbezeichnung „One“ vorgestellt hat, ließ sich jedoch bereits absehen, dass die Berliner sich am Markt behaupten können.
Das Konzept, ein praktisches und smartes E-Bike zu präsentieren, das dennoch seine eigene Nische findet, ist aufgegangen: Nützliche Gadgets wie ein Akku, der gleichzeitig im mobilen Office als Powerbank dienen kann, haben uns im Praxistest der ersten Lemmo One Version neben den guten Fahreigenschaften bereits beeindruckt. Das MK2-Update des Smart-E-Bikes (Praxistest) lieferte zudem noch weitere Komfort-Updates für mehr Alltagstauglichkeit.
Ab sofort bietet Lemmo in seinem Online-Shop unter der Bezeichnung „Collab.Ride“ eine neue Modellgeneration an, die ihren Vorgängern hinsichtlich des Konzepts und der Ausstattung in nichts nachstehen soll, dafür aber noch ein bisschen smarter sein will.
Lemmo Collab.Ride: smart, leicht und mit noch mehr Power
Das neue Modell bekommt mit dem neuen Antrieb Dual Mode Hub stolze 30 Prozent mehr Drehmoment. Mit 52 Nm am Hinterrad dürften auch Steigungen und lange Etappen mit Gegenwind keine große Herausforderung mehr sein.
Dennoch bleibt das Gewicht des Collab.Ride deutlich unter 20 kg. Insgesamt wiegt das urbane E-Bike 18 kg, davon entfallen etwa 3 kg auf das Smartpac – einen entnehmbaren Akku mit einer Kapazität von 530 Wh.

Dieser soll bis zu 100 km Reichweite liefern können. Wie bei den Vorgängern ist das smarte Energiepaket stylisch im Rahmen integriert und kann als XXL-Powerbank mit USB-A- und USB-C-Anschlüssen im mobilen Office als Energiequelle dienen.
E-Shifting mit KI-Steuerung
Noch smarter wird das Collab.Ride durch die intelligente, automatische 9-Gang-Kettenschaltung. Wie in unseren E-Bike-Trends 2026 erwartet, bieten immer mehr Hersteller mittlerweile automatische Schaltsysteme an, selbst an günstigeren E-Bikes. Anders als in konventionellen Automatikschaltungen spielt bei Lemmo jedoch nicht nur die Geschwindigkeit eine Rolle für die Gangwahl.
Lemmos Smart Auto Shifting arbeitet KI-gesteuert und führt die Daten der Drehmoment-, Trittfrequenz-, Geschwindigkeits- und Neigungssensoren zusammen, um den möglichst optimalen Schaltzeitpunkt zu finden.

Das System funktioniert sogar, wenn das E-Bike ohne Akku und Motorpower genutzt wird. Außerdem können Fahrer über die Daumentaster am Lenker bei Bedarf selbst die Gangwahl beeinflussen.
Ausstattung auf hohem Niveau
Die Motorleistung des neuen Lemmo Collab.Ride passt sich ebenfalls den Fahrbedingungen an. Gelände, Fahrergewicht, Trittstärke und der gewählte Unterstützungsmodus werden für den Leistungsoutput mit einbezogen. Dabei muss es nicht immer nur komfortabel zugehen: Das Lemmo Collab.Ride soll durch Modi wie der Herzfrequenzmessung auch als Fitnessgerät genutzt werden können.
Relevante Daten wie Leistung, Strecke und Reichweite können bereits während der Fahrt über das im Oberrohr integrierte Display eingesehen werden – oder über das Smartphone. Lemmo verbaut hierfür im Vorbau seiner E-Bikes eine nahezu unsichtbare Smartphone-Halterung, die bei Bedarf ausgeklappt werden kann. Besonders hilfreich ist dies vor allem für die Navigation im Großstadt-Dschungel.
Für die Sicherheit während der Fahrt sorgen hydraulische Scheibenbremsen mit vier Kolben und 160 mm Rotoren sowie eine nahtlos integrierte Lichtanlage mit Bremslichtfunktion.
Vier Modelle und weitere Updates in der Zukunft
Während das Lemmo One MK2 als günstigeres Einstiegsmodell für derzeit 1.990 Euro im Sortiment bestehen bleibt, wird es das Collab.Ride im Shop von Lemmo in vier Versionen geben. Die urbane und cleane Standardversion „Core“ mit Riemen- oder Kettenantrieb gibt es bereits ab 2.690 Euro.
Einen gebogenen Lenker und extra komfortablen Sattel gibt es an der Urban-Version für 2.790 Euro. Die Dynamic-Edition mit Federgabel und gefederter Sattelstütze ist für 3.390 Euro zu haben, ebenso wie die limitierte „Green Limited Explorer Pro“ Version.
Zum Launch gibt es ein Einführungsangebot: Wer sich für den Lemmo Circle Newsletter anmeldet und als Early Bird bestellt, kann insgesamt 200 Euro sparen.
Mit Blick auf Automatikschaltung, Motorstärke und Akkureichweite ist der Preis der neuen Lemmo-Generation ein wenig überraschend: Bei vielen anderen Herstellern muss man für solche Komponenten deutlich mehr zahlen – ohne ein durchdachtes und smartes Gesamtpaket mit individuellem Charme zu erhalten. Wer auf die Automatik-Schaltung verzichten kann, erhält für denselben Preis auch die jeweils entsprechende Version mit Riemenantrieb.
Außerdem plant Lemmo für die Zukunft weitere Updates: Bereits im April soll neben einem siebenfachen Sicherheits-Update auch ein Fitness-Modus für die Bikes ausgerollt werden, der die Unterstützung an die geplante Kalorienverbrennung anpasst. Ende des Jahres ist ein Cardio-Modus mit Herzfrequenzmessung geplant. Für 2027 plant Lemmo mit dem „AI Fusion Mode“ sogar einen integrierten KI-Assistenten, der im Dialog mit den Fahrern in Echtzeit die Fahreigenschaften optimieren soll.














