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Home E-Bike Tests

Ständig ausverkauft, endlich im Test: Warum das Lankeleisi MG600 Lite jeder haben will

von Simon
6. März 2026
in Tests
Lankeleisi MG600 Lite im Test

Das Lankeleisi MG600 Lite steht in der Redaktion schon länger auf der Wunschliste. Der Grund: Auf dem Papier kombiniert es eine SUV-Optik mit starkem Heckmotor, 720-Wh-Akku, Drehmomentsensor und umfangreicher City-Ausstattung – und das zu einem Preis, der um 1.499 Euro deutlich unter vergleichbaren Premium-Modellen liegt. Nach den ersten Kilometern ist schnell klar: Dieses Bike ist mehr als nur gut ausgestattet. Es ist eines der spannendsten E-Bikes in seiner Klasse.

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Montage & erster Eindruck

Der Aufbau fällt beim MG600 Lite etwas aufwendiger aus als bei vielen anderen Versand-E-Bikes. Zwar war das Rad ordentlich verpackt und kam unbeschädigt an, allerdings mussten mehrere Komponenten selbst montiert werden.

Unter anderem war ein Kurbelarm noch nicht angebaut und der Lenker muss inklusive Bremshebel und Schalteinheit aufgebaut und ausgerichtet werden, zusätzlich fällt die Montage von Vorderrad und Schutzblech an. Das ist kein Hexenwerk, auch weil eine bebilderte Anleitung beiliegt, kostet aber Zeit. Hier könnte der Hersteller eventuell noch stärker vormontieren.

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Ist das Rad einmal vollständig montiert, hinterlässt es einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck. Der Tiefeinsteiger-Rahmen wirkt massiv und sauber verarbeitet, sämtliche Kabel verlaufen ordentlich innerhalb des Rahmens. Die Alu-Schutzbleche sind stabil ausgeführt und auch der integrierte Gepäckträger fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Der verstellbare Vorbau erlaubt eine Anpassung der Sitzposition für unterschiedliche Vorlieben, was dem Bike zusätzliche Alltagstauglichkeit verleiht. Insgesamt wirkt das MG600 Lite deutlich erwachsener, als es der Preis zunächst vermuten lässt.

  • Produktdetails
  • Motor: Lankeleisi 250 W / 65 Nm
  • Akku: 720 Wh
  • Schaltung: Shimano Altus 8-Gang
  • Gewicht: 34,2 kg / 200 kg Nutzlast
  • Reichweite: 150 km Herstellerangabe
  • Preis: 1.499 Euro (mit Code WATT100)
verstellbarer Vorbau am Lankeleisi MG600 Lite
Griffe, Schalthebel und Hydraulikbremse mit Sichtfenster
SUV-E-Bike für nur 1499 Euro im Test

Dafür spricht auch, dass auch die Anbauteile wie Sattel und Griffe einen hochwertigen und soliden Eindruck machen. Das komplette E-Bike wirkt auf den ersten Blick Premium – hier gibt es nichts auszusetzen.

Lankeleisi MG600 Lite ansehen

Antrieb: Große Batterie trifft natürliche Motorsteuerung

Herzstück des MG600 Lite ist ein 48-Volt-Akku mit 15 Ah Kapazität, was etwa 720 Wattstunden entspricht. Damit positioniert sich das Bike klar oberhalb vieler City- und Trekking-E-Bikes im gleichen Preisbereich. Die Batterie sitzt formschlüssig im Unterrohr und fügt sich optisch sauber in das Rahmendesign ein.

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Federgabel und im Unterrohr integrierter Akku

Als Antrieb dient ein 250-Watt-Heckmotor – und der hat mit 65 Nm Drehmoment richtig Kraft. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Leistung, sondern auch die Art der Steuerung. Anders als viele niedrigpreisige Heckmotor-Bikes arbeitet das MG600 Lite mit einem Drehmomentsensor. Das bedeutet: Die Motorunterstützung reagiert auf die tatsächlich eingebrachte Kraft am Pedal.

Eigener Lankeleisi Heckantrieb mit 65 Nm Drehmoment

Optional kann das System sogar auf die Ansteuerung durch einen Trittfrequenzsensor umgestellt werden. Zusätzlich liegt ein Daumengashebel bei, mit dem das Bike auf Privatgelände auch rein elektrisch bewegt werden kann. Im öffentlichen Straßenverkehr ist diese Funktion jedoch nicht erlaubt.

Fahrgefühl: Kraftvoll, direkt und überraschend dynamisch

Bereits nach den ersten Kilometern zeigt sich, wie souverän das MG600 Lite unterwegs ist. Die Motorunterstützung setzt sanft ein und baut die Leistung gleichmäßig auf. Schon in der niedrigsten Unterstützungsstufe fährt sich das Bike angenehm effizient und kraftsparend. In höheren Stufen entwickelt der Motor extremen Schub. Das Resultat ist ein sehr natürliches, harmonisches und kraftvolles Fahrgefühl, das eher an moderne Mittelmotorsysteme erinnert als an klassische Nabenmotor-Konzepte.

Subjektiv wirkt die Unterstützung dadurch kräftiger, als man es von anderen Heckantrieben mit 250-Watt kennt. Das Bike beschleunigt engagiert und die Leistung bricht auch an Steigungen nicht ein. Gerade im Vergleich zu vielen preisgünstigen Heckmotor-Bikes spielt das MG600 Lite, vor allem was die Abstimmung angeht, in einer anderen Liga – das System harmoniert extrem gut.

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Lankeleisi MG600 Lite SUV-E-Bike Frontansicht im Wald
MG600 Lite von Lankeleisi von hinten

Auch die Sitzposition unterstützt den Charakter, denn sie ist etwas sportlicher als bei klassischen Tiefeinsteiger-Bikes. Mit 1,80 Meter Körpergröße passt das Bike mit der gelieferten Sattelstütze noch gut, bis etwa 1,85 Meter dürfte die Geometrie (ggf. muss die Sattelstütze durch eine längere ersetzt werden) sinnvoll nutzbar sein. Deutlich größere Fahrer stoßen dann an konstruktive Grenzen.

Lankeleisi MG600 Lite ansehen

Die verbaute Shimano-Schaltung aus der Altus-Reihe ist bewährt und macht sich auch am MG600 Lite sehr gut. Die Schaltvorgänge sind knackig und direkt, auch die Übersetzung ist für das SUV-Bike passend gewählt.

Shimano Altus Schaltung am Lankeleisi MG600 Lite

Fahrwerk und Reifen: SUV-DNA mit Grip

Vorne arbeitet eine Federgabel mit 34-Millimeter-Standrohren, deren stabile Bauweise für Stabilität und Laufruhe sorgt. Die Gabel spricht sensibel an, filtert Unebenheiten sauber heraus und vermittelt auch auf schlechterem Untergrund ein sicheres Fahrgefühl. Mit 120 mm Federweg qualifiziert sich das Bike auch für Pisten abseits der normalen Feldwege. Ob es den Federwegring (SAG-Indicator) hier unbedingt braucht, würde ich zwar offen lassen, aber irgendwie passt es auch zum Look und sieht cool aus.

Lankeleisi MG600 Lite E-SUV Bike auf Waldweg

Die verbauten Maxxis-Reifen unterstreichen ebenfalls den SUV-Charakter. Das Profil bietet einen guten Grip auf Waldwegen, Matsch und nassem Untergrund, bleibt aber auf Asphalt noch effizient genug für den Alltag. Damit eignet sich das MG600 Lite sowohl für den täglichen Weg zur Arbeit als auch für gelegentliche Ausflüge ins Gelände. Übrigens: auch die Schutzbleche leisten einen hervorragenden Dienst. Auf einer wirklich miesen und matschigen Waldstrecke bekamen lediglich meine Schuhe und die Hose im unteren Schienbeinbereich Spritzer ab.

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Bremsanlage: Vier Kolben für maximale Kontrolle

Auch die Bremsanlage sticht hervor. Lankeleisi verbaut eine hydraulische Vierkolben-Bremse von Zoom mit 180-Millimeter-Scheiben vorne und hinten. Diese Kombination liefert eine sehr kräftige Verzögerung, einen klar definierten Druckpunkt und zuverlässige Performance auch bei schneller Fahrt oder Nässe. An den Bremshebeln befindet sich zusätzlich ein Sichtfenster für die Hydraulikflüssigkeit. In dieser Preisklasse ist die Bremsanlage absolut Premium weshalb sich das MG600 Lite auch hier klar vom Wettbewerb abhebt.

Zusätzlicher Hinweis: Die Bremshebel sind „international“ belegt – links hinten, rechts vorne. Das entspricht nicht der in Deutschland üblichen Konfiguration für Fahrräder. Motorradfahrer wird diese Tatsache freuen, denn hier ist die Anordnung quasi ähnlich.

Beleuchtung und Ausstattung: Sichtbarkeit perfekt gelöst

Ein weiteres Highlight ist die integrierte Lichtanlage. Neben einer direkt unter dem Lenker installierten Frontleuchte sind im hinteren Rahmendreieck im Bereich der Ausfallenden zusätzliche LED-Elemente verbaut, die auch von der Seite gut sichtbar sind. Diese LEDs verfügen außerdem über eine integrierte Blinkerfunktion, die per Knopfdruck an der Remote Einheit aktiviert wird.

Frontleuchte ist hell und direkt am Lenker integriert
Blinker und Rücklicht in den Ausfallenden sauber integriert

Die Umsetzung wirkt durchdacht und erhöht die Sicherheit im Stadtverkehr spürbar. Ein Rücklicht inklusive Bremslichtfunktion ist zusätzlich noch direkt unter dem Gepäckträger montiert.

Gepäckträger und zusätzliche Rückleuchte mit Bremslicht

Die Remote-Einheit für die Bedienung ist in diesem Kontext funktional, jedoch nicht perfekt. Die Tasten für den Wechsel der Unterstützungsstufen liegen hinter den Blink- und Hupentasten, was dazu führt, dass man hier übergreifen muss. Gelegentlich kommt es also vor, dass man beim Wechseln der Unterstützung zusätzlich die Aktivierung des Blinkers erwischt. Nicht dramatisch, bietet aber grundsätzlich Verbesserungspotenzial.

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Remote Einheit mit kleinen Schwächen am MG600 Lite

Hinweis: Ja, das Lankeleisi MG600 Lite hat eine Hupe verbaut. Laut StVZO ist diese im Straßenverkehr nicht zulässig. Die potenzielle Strafe liegt hier laut unseren Recherchen zwischen 5 und 15 Euro.

Reichweite im Praxistest

Mit 80 kg Fahrergewicht und moderaten Unterstützungsstufen (1–3) sind realistisch über 100 km Reichweite möglich. Der große 720-Wh-Akku ist damit ein echtes Argument für Pendler und Tourenfahrer. Die Akkuanzeige wird im Display lediglich mit Balken dargestellt und schwankt je nach Leistungsanforderung etwas, kalibriert sich im Stand aber dann wieder. Noch schöner wäre daher eine Anzeige in Prozent mit der real verfügbaren Kapazität, wofür auf dem Display eigentlich genug Platz wäre.

Display am MG600 Lite

Rechtliche Einordnung: CE Zertifikat und EN15194

Das Lankeleisi hat im Untermenü Einstellungen zur Erhöhung der unterstützten Geschwindigkeit und bietet auch die Möglichkeit einen Daumengashebel zu nutzen. Was die einen freut, macht anderen eventuell Bauchschmerzen. Es kommt hier also stark darauf an, wie man das E-Bike nutzt. Fährst du das E-Bike mit einer maximal unterstützten Geschwindigkeit von 25 km/h und lässt den Daumengashebel zu Hause, ist das MG600 Lite der Definition nach ein Pedelec.

Die verbaute Hupe ist zwar nicht optimal, zieht jedoch keine ernsthafteren Konsequenzen nach sich. Ein Aufkleber mit Daten wie Motorleistung am Rahmen fehlt, ein CE Zertifikat mit Prüfung nach EN15194 ist dagegen auf der Produktseite hinterlegt.

Hinweis: Das Lankeleisi MG600 Lite bewegt sich daher nicht vollumfänglich im Bereich klassischer StVZO-konformer Pedelecs. Wer das Bike im öffentlichen Straßenverkehr nutzen möchte, sollte sich vorab mit den rechtlichen Rahmenbedingungen befassen.

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Vergleich & Marktposition

Das MG600 Lite erinnert mich im Test stark an das deutlich teurere Himiway A7 Pro. Das Lankeleisi kommt zwar ohne Hinterbaufederung und Mittelmotor, bietet aber eine ähnliche Motorcharakteristik, vergleichbare SUV-Optik und einer ebenfalls üppigen Akkukapazität – und das zur Hälfte des Preises.

Lankeleisi MG600 Lite ansehen
Lankeleisi MG600 Lite SUV-E-Bike mit tiefem Einstieg auf dem Feld
Lankeleisi MG600 Lite Praxistest

Pro & Contra

VorteileNachteile
⬆ 720 Wh Akku⬇ aufwendigere Montage
⬆ natürlicher Drehmomentsensor & kräftiger Heckmotor⬇ Remote ergonomisch verbesserungswürdig
⬆ Vierkolbenbremsen mit 180 mm Scheiben⬇ teilweise rechtliche Grauzone
⬆ Blinker & integrierte Lichtlösung
⬆ hohes zulässiges Gesamtgewicht
⬆ extrem starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Fazit: Viel Leistung fürs Geld – mit echtem SUV-Charakter

Das Lankeleisi MG600 Lite ist ein außergewöhnlich stark ausgestattetes SUV-E-Bike mit großem Akku, natürlicher Motorunterstützung und kraftvoller Bremsanlage. Es fährt sich dynamisch, hochwertig und souverän. Die Kombination aus Drehmomentsensor, 720 Wh Akku und Vierkolben-Bremse findet man in dieser Preisklasse wirklich selten.

Kleine Schwächen bei der Montage und der Ergonomie der Bedieneinheit ändern nichts daran, dass das Gesamtpaket überzeugt. Wer ein vielseitiges E-Bike für Stadt, Waldwege oder Anhängerbetrieb sucht, bekommt hier ein nahezu konkurrenzloses Preis-Leistungs-Verhältnis. Kurz: wer dieses SUV-Bike kauft, bekommt einen hohen sowie variablen Fahrspaß. Das MG600 Lite wird exklusiv von Buybestgear vertrieben und ist im Shop in drei attraktiven Farben erhältlich. Für den Preis von nur 1.499 Euro ist der Lankeleisi Tiefeinsteiger ein absoluter Kauftipp. Mit dem Buybestgear Rabattcode WATT100 kannst du nochmal 100 Euro sparen.

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Simon

Simon

Seit 2013 begeistert von der E-Mobility auf zwei oder mehreren Rädern. Maschinenbau-Techniker mit Faible fürs Campen, Photovoltaik-Fan und großem Interesse an allem, was sich digitalisieren, vereinfachen und automatisieren lässt.


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