Ghost soll plötzlich doch weiterleben – allerdings unter einem neuen Dach. Die Bike Tree GmbH hat überraschend mitgeteilt, die Fahrradmarke und sämtliche damit verbundenen Rechte des geistigen Eigentums zu übernehmen.
Warum Ghost trotz Betriebseinstellung doch weitergeht
Noch am 2. November hatte die Ghost-Bikes GmbH angekündigt, ihre verbliebenen Fahrräder als Gesamtpaket an einen Händler zu verkaufen und anschließend den Geschäftsbetrieb geordnet einzustellen. Bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. November beschäftigte das Unternehmen noch 53 Menschen. Über die angekündigte Betriebseinstellung haben wir in diesem Artikel berichtet.
Der entscheidende Unterschied: Die bisherige Gesellschaft und die Marke sind nicht dasselbe. Dass die Ghost-Bikes GmbH ihren Betrieb einstellt, schließt eine Fortführung der Marke durch einen anderen Eigentümer nicht aus. In der letzten Stellungnahme hörte sich das aber genau so an, weil man keinen Käufer gefunden hatte. Das hat sich jetzt wohl geändert, denn Bike Tree kündigt jetzt eine neue Perspektive zumindest für die Marke an.
Bike Tree bündelt Ghost mit Haibike und Winora
Der Käufer gehört nach eigenen Angaben zur Tri-Star-/DuTech-Gruppe mit Sitz in Singapur. Bike Tree hatte zuvor bereits Haibike und Winora übernommen. Ghost soll künftig neben diesen beiden Marken weitergeführt werden.
Bike Tree verweist dabei auf die mit der Winora-Staiger-Übernahme vorhandene Erfahrung in Produktentwicklung, Markenführung und Vertrieb – auch mit Ghost. Diese Grundlage soll helfen, die Marke weiterzuentwickeln. Konkrete Infos zu einem genauen Plan nennt die Presseinformation aber noch nicht.
Was für Ghost-Besitzer noch offenbleibt
Die Fortführung der Marke beantwortet keine Fragen nach Ersatzteilen, Reparaturen und bisherigen Herstellergarantien. Ob und wie Bike Tree diese Aufgaben oder offene Bestellungen übernimmt, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch eine Übernahme entsprechender Verpflichtungen wird darin nicht zugesagt. Damit ist die wichtigste Nachricht zunächst: Der Name Ghost verschwindet überraschend wohl doch nicht vom Fahrradmarkt.



