Das Warten hat ein Ende: Cube bringt sein futuristisches E-Lastenrad endlich in Serie. Die Besonderheit daran? Ingenieure von BMW haben maßgeblich mitentwickelt. Dank einer innovativen Neigetechnik und einem Differenzial soll sich das „Cube Trike Hybrid“ nicht wie ein sperriges Dreirad fahren, sondern so intuitiv wie ein normales Fahrrad. Ein Blick auf die Technik verrät, ob das Cargo-Bike diesen Anspruch erfüllen kann.
Cube stellt Trike Hybrid mit BMW-Technik vor
Bereits im September 2021 kündigte Cube das Concept Dynamic Cargo an und präsentierte ein E-Bike in innovativem Design – und mit noch innovativerer Technik. Was viele Interessenten damals noch für eine reine Machbarkeitsstudie hielten, hat Cube tatsächlich in die Tat umgesetzt. Nun ist das Modell marktreif.
Um die Idee des Cargo-Trikes umzusetzen, benötigt es eine spezielle Technik, welche die Neigung des vorderen Teils des E-Bikes ermöglicht. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat sich Cube sogar Ingenieure von BMW mit ins Boot geholt. Doch die Serienproduktion des Dreirads blieb vorerst aus. Stattdessen brachte Cube 2023 ein Longtail-E-Bike auf den Markt, das mit nur zwei Rädern recht konventionell wirkte.
Wie BMW-Technik das Kurven-Problem löst
Nun tauchte recht plötzlich das Trike Flatbed Hybrid im Webshop von Cube auf. Die Technik wirkt ausgereift und beeindruckend: Während die Ladeplattform am Heck bei der Fahrt in Kurven waagerecht bleibt, können sich Fahrer auf dem vorderen Teil des E-Bikes in die Kurve legen. Eine spezielle Neigetechnik macht es möglich – und das, obwohl der Antrieb weiter über die Hinterräder läuft.
Möglich wird dies durch ein Gleichlaufgelenk, welches zwei Kettenkreisläufe voneinander trennt. Wie bei einem Auto müssen außerdem die beiden Hinterräder in Kurven in unterschiedlicher Geschwindigkeit rollen. Entsprechend hat Cube auch ein Differenzial in dem Trike verbaut.

Platz für die Waschmaschine: Was der Cargo-Kracher schleppen darf
Cube bietet unterschiedliche Versionen seines neuen Trikes an. Die Family-Modelle sind mit einem komfortabel wirkenden Kindersitz ausgestattet und das Cargo Hybrid bekommt eine geräumige Transportbox ans Heck. Besonders flexibel ist die offene Ladefläche des Cube Trike Flatbed Hybrid.
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Mithilfe der Befestigungshaken lassen sich hier bis zu 60 kg Ladung befestigen – genug Spielraum, um sogar eine leichtere Waschmaschine oder einen Werkzeugschrank zu transportieren. Insgesamt erlaubt das Cargo-Trike ein Gesamtgewicht von 220 kg, bei einem Eigengewicht von 65 kg.

Um dieses Gewicht zu bewegen, muss ein starker Motor her. Beinahe selbstverständlich setzt Cube auf die Bosch Performance Line CX, die mit ihren 85 Nm Drehmoment auch schwere Lasten bewegt bekommt. Gebremst wird über eine spezielle hydraulische Scheibenbremse von Tektro mit einem Parkbremssystem.
Cube Trike Flatbed Hybrid 750 für 5.799 Euro erhältlich
Die neuen E-Trikes von Cube sind ab sofort im Online-Shop des Herstellers erhältlich. Das Modell Cube Trike Flatbed Hybrid 750 ist mit 5.799 Euro zwar teuer, gemessen an der neuen Technik und den flexiblen Einsatzmöglichkeiten auch im gewerblichen Bereich, ist das jedoch nicht überraschend.
Wer auf der Suche nach einem E-Lastenrad mit konventionellem Fahrgefühl ist und wem ein verlängertes Heck reicht, findet im Netz jedoch auch wesentlich günstigere Angebote. Das Tenways Longtail Duo (Testbericht) erlaubt auf dem Heck eine zusätzliche Last von 50 kg und kostet im Webshop aktuell nur 3.499 Euro. Wer eher auf etablierte Marken zurückgreifen möchte, findet zum Beispiel im Testsieger Riese & Müller Multitinker eine Alternative – allerdings für fast 5.000 Euro.
















Minimal-Preis 2025 : 4.495 Euro (statt UVP 6.999 Euro).
Das nächste mal vielleicht Zusammenarbeit mit Dacia. Die schenken sich das Gleichlaufgelenk, weil da schon mal einer eine Fahrradkette in der Hand hatte.
Federung hinten dann auch, damit es den Kleinen nicht die Milchzähne wegen der Starrachse rausschlägt.
MfG S.Munding
Ich kann live aus der Praxis berichten: Wir haben das Trike im Juni 2024 geleast. Nun im November 2025 hat Cube es zurückgenommen, weil es mehr in der Werkstatt als auf dem Fahrradweg war. Die Liste der unverschuldeten Schäden war lang:
– das Dach des Kinderaufbaus flog regelmäßig bei nur leichtem Wind aus den Angeln
– Die Befestigung des Bordcomputers lockert sich regelmäßig
– die Befestigung der Schutzbleche sind miserabel, so dass diese bei der Fahrt einfach abfallen
– das Rad ist sehr schwer, so dass die Standardausstattung mit einem Akku für nur 40km reicht, weil man das Rad leider im Eco-Modus eh nicht vom Fleck bewegen kann. Es wäre ein zweites Fach für einen zweiten Akku vorhanden, aber ein Aufpreis von 750 Euro ist dann fällig, dafür dass man den Akku tauschen muss, weil das zweite Fach leider keine Verbindung zum Motor hat.
– Und dann der Grund der Rücknahme: in den 1,5 Jahren hatten wir fünf mehrfache Speichenbrüche und damit verbunden insgesamt 3 neue Radsätze jedes Mal mit dem Versprechen, dass es jetzt stabiler ist.
Fazit: das Rad ist für seine Konstruktion einfach zu schwer. Die BMW-Technik ist sehr gut, das Fahren mit der Neigetechnik überzeugt. Allerdings fällt das Rad um diese Technik herum regelmäßig auseinander und rechtfertigt den Preis nicht. Und all das ist im normalen Stadtverkehr im Flachland passiert. Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn das Rad bergiges Gelände und/oder Schotter-/Feldwege befahren muss…
Nur mal ein Feedback aus der Praxis: Das Bike steht schon seit Jahren bei den Händlern wie Blei. Viel zu schwer, zu laut, zu teuer für die Einsatzmöglichkeiten. Die Variante für den Kindertransport ist besonders gruselig. Eine winzige Zelle, ganz in schwarz. Null Platz für Gepäck. Miese Belüftung. Schon bei mäßiger Sonneneinstrahlung schnell ne Sauna. Und viel Glück wenn da mal ein spezifisches Teil kaputt geht. #brauchtkeinMensch