Mit 15,95 kg ist Decathlons neues B’TWIN E-FL 900 für ein E-Klapprad ziemlich leicht. Dazu kostet es 1.999 Euro und damit deutlich weniger als ein aktuelles Brompton Electric C Line. Beim Transport zeigt sich aber schnell ein Haken im Packmaß.
B’TWIN E-FL 900 faltet deutlich größer als ein Brompton
Wie leicht und günstig das B’TWIN E‑FL 900 ausfällt, zeigt ein Vergleich: Das aktuelle Brompton Electric C Line startet laut Hersteller bei 3.699 Euro und wiegt ab 17,7 kg. Decathlon liegt damit preislich 1.700 Euro darunter und spart beim Gewicht mindestens 1,75 kg, sofern die Angaben stimmen.
Das neue Decathlon-Rad soll ab Mitte Februar 2027 online und in ausgewählten Decathlon-Filialen erhältlich sein. Das geringe Gewicht von nur 15,95 kg dürfte das Anheben in den Kofferraum oder über Treppen erleichtern. Auf längeren Wegen, etwa durch den Bahnhof, lässt es sich laut Decathlon auch zusammengefaltet schieben.

Zusammengeklappt misst das E-Klapprad von Decathlon allerdings 72 × 68 × 41 cm. Das Brompton kommt auf 58,5 × 56,5 × 27 cm. Aus Länge, Höhe und Breite ergibt sich für das Decathlon-Modell rechnerisch rund das doppelte Volumen. Das sagt nicht exakt voraus, wie gut beide Räder in jede Nische passen, macht den Größenunterschied aber anschaulich.
Im Kofferraum kann vor allem die Tiefe den Unterschied machen. Das B’TWIN E-FL 900 braucht 41 statt 27 cm. Neben dem Reisegepäck bleibt also weniger Platz. Auch unter dem Schreibtisch ragt das größere Faltpaket leichter weiter hervor. Leichter anheben bedeutet damit nicht automatisch leichter unterbringen.
Ein interessanter Vergleich ist auch noch das Lemmo Zero. Das kostet genauso viel wie das neue Decathlon-Bike, ist aber nochmal deutlich leichter und geklappt ähnlich kompakt wie das Brompton.

Im stärksten Modus nennt Decathlon nur 25 km Reichweite
Der herausnehmbare Akku fasst 171 Wh. Decathlon nennt eine maximale Reichweite von bis zu 55 km. Im stärksten der drei Unterstützungsmodi sollen laut englischem Pressekit allerdings nur bis zu 25 km möglich sein. Zehn Kilometer zum Bahnhof und zehn zurück wären da wahrscheinlich gerade noch drin. Je nach Fahrweise, Streckenprofil und Gewicht des Fahrers wird das allerdings schnell knapp – insbesondere im Winter.
Der verbaute Mahle-X30-Hinterradmotor unterstützt mit bis zu 45 Nm. Eine Gangschaltung gibt es nicht. Das spart Gewicht und Wartungsaufwand, kann an steilen Anstiegen aber zum Nachteil werden: Ohne leichteren Berggang bleibt dort nur eine höhere Motorunterstützung, die wiederum mehr Energie benötigt. Zur weiteren Ausstattung gehören noch hydraulische Tektro-Scheibenbremsen und Schwalbe-Big-Apple-Reifen.
Für wen ist das Bike gemacht?
Das B’TWIN E-FL 900 kann eine gute und vor allem günstigere Faltrad-Alternative zu den großen Marktführern sein. Vor dem Kauf lohnt sich aber ein Test mit dem gefalteten Rad: Lässt es sich gut greifen, passt es an den vorgesehenen Stellplatz und bleibt daneben noch Raum für die Arbeitstasche? Beim täglichen Pendeln dürften diese Handgriffe am Ende wichtiger sein als die knapp unterschrittene 16-kg-Marke. Das E-FL 900 ist leicht und vergleichsweise günstig – beim Platzbedarf aber kein Brompton.









